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Inhalt archiviert am 2024-05-24
Quantitative trait loci affecting milk production: mapping and utilization for marker assisted selection in dairy and dual purpose cattle.

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Markergestützte Rückkreuzung zur Kartierung von Milchleistungsmerkmalen

Viehzüchter und Tierforscher können durch markergestützte Rückkreuzung den Genpool einer Population und deren genetische Vielfalt erweitern. Mittels AB-QTL-Strategie (advanced backcross QTL analysis) übertrugen Wissenschaftler im Rahmen des europäischen Bovmas-Projekts Genloci für Milchleistungsmerkmale in Fleckvieh-Rinder.

Forscher der Ludwig-Maximilians-Universität München übertrugen genetisches Material aus roten Holstein-Rinder (RH) in den Genpool reinrassiger Fleckvieh-Rinder (FV). Ziel war die Einzüchtung vorteilhafter Merkmale für Milchleistung und Euterbeschaffenheit in das Fleckvieh-Genom mittels markergestützter Rückkreuzungsstrategie (AB-QTL). Übertragen wurden nur die erwünschten Allele des RH-Genoms, das übrige FV-Genom wurde zum größten Teil intakt gelassen. Selektierte Merkmale waren Milchleistung (MY) und Milcheiweißgehalt (PP). Das Forscherteam verwendete DNA-Markerstrategien zur Detektion erwünschter Merkmale und zur Ausschaltung unerwünschter Nebeneffekte. Für neun Merkmale in acht Halbgeschwistergruppen mit durchschnittlich 2,134 weiblichen Nachkommen wurde eine genomweite Analyse durchgeführt. Nach der Analyse wurden zwei Familien aufgrund hoher Inkonsistenzen von weiteren Studien ausgeschlossen. Die Bovmas-Forscher entdeckten 22 QTL-Regionen, von denen die meisten gleichzeitig Milchleistung und Milcheiweißgehalt beeinflussten, wobei jedoch jeweils ein Merkmal überwog. Die QTL für Milcheiweißgehalt und Milchleistung wurden auf Chromosom 10 gefunden und belegten die erfolgreiche Introgression aus RH-Donoren. Darüber hinaus fand offensichtlich eine Introgression von QTL in vier Regionen anderer Chromosomen statt. Die QTL-Positionen beruhen auf Schätzungen und können durch Fein- und Intervallkartierung sowie markergestützte Selektion genauer bestimmt werden. Eine Forschungsstrategie wurde in Zusammenarbeit mit österreichischen und bayerischen Züchterverbänden für Fleckvieh sowie Zentren für künstliche Befruchtung geplant.

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