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Exploring the glycosylation process during infection

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Hartnäckigen Magengeschwüren auf der Spur

Magengeschwüre neigen zur Rezidivierung aufgrund oraler Reinfektionen. Forscher enthüllten nun die Hintergründe des krebsauslösenden Prozesses als Basis für neue Therapien.

Gesundheit

Rezidivierende Magengeschwüre gelten als Krebsvorstufe, die genauen Ursachen hierfür sind aber noch unklar. Bisherige Studien hatten gezeigt, dass die verursachenden Bakterien häufig oral wieder aufgenommen werden und auf diese Weise den Magen reinfizieren. Um der Ursache von Magengeschwüren auf den Grund zu gehen, befasst man sich intensiv mit dem Prozess der Glykosylierung, bei dem Glykane (Einfach- oder Mehrfachzucker) an Proteine und Lipide binden. Das EU-finanzierte Projekt Infection Glycomics untersucht diese Mechanismen auf der Suche nach neuen Therapieformen. Frühere Studien an Ratten und Mäusen hatten ergeben, dass Infektionen des Magen-Darm-Traktes die Glykosylierung beeinträchtigen können. Derzeit befasst sich das Projekt mit dem genauen Mechanismus, der diesem Infektionszyklus zugrunde liegt. Die Ergebnisse werden die Entwicklung industrieller Expressionssysteme zur Reproduktion der Glykosylierung befördern, um hochwertige therapeutische Glykoproteine herzustellen - Wirkstoffe zur Prävention von Magengeschwüren und bestimmten Arten von Magenkrebs. Die Forschungen kommen der pharmazeutischen Industrie vor allem auf der Suche nach wirksameren Medikamenten gegen Magengeschwüre und Magenkrebs zugute. Weiterhin entwickelten die Projektforscher eine Methode zur Analyse von Signalwegen zwischen Immunzellen des Darms, um herauszufinden, wie bestimmte Zellen es schaffen, zeitweise die Proteinsynthese stoppen. Dies könnte entscheidend dazu beitragen, die Ursachen von Asthma und Entzündungsprozessen besser zu verstehen und Europa eine Spitzenposition in der Glykomikforschung zu verschaffen. Führende Projektforscher gründen derzeit ein Glykomikforschungszentrum am Institut für medizinische Biochemie der Universität Göteborg, Schweden, an dem sie internationale Workshops durchführen wollen, um Glykomik und Glykobiologie europaweit forschungspolitisch zu stärken.

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