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European Bus System of the Future

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Die Zukunft des Busverkehrs

Der Busverkehr verfügt über ein hohes Potenzial, den städtischen Verkehr zu verbessern. Damit der Busverkehr sein volles Potenzial entfalten kann, soll durch ein neues System das gesamte Buswesen umgestaltet werden.

Digitale Wirtschaft

Staus und zähfließender Verkehr sind vermehrt an der Tagesordnung. Stadtbusse stellen vielversprechende Lösungen für viele der Verkehrsprobleme großer Städte dar, der Stadtbusverkehr wird bislang häufig aber nicht gut organisiert. Ziel des Projekts "European bus system of the future" (EBSF) war es, dies zu ändern. Das Projekt, an dem 49 Mitglieder beteiligt waren, lief von September 2008 bis Februar 2013 und wurde mit EU-Geldern in Höhe von 15,8 Millionen Euro gefördert. Das Projektziel bestand in der Entwicklung eines integrierten Busmanagementsystems, welches neue Fahrzeugtechnologien mit neuen Infrastrukturen und verbesserter Betriebsführung kombiniert. Die Ziele umfassten die Entwicklung eines intelligenten Systems für den Fahrbetrieb, die Entwicklung einer innovativen Fahrzeuginfrastruktur sowie die Integration dieser neu entwickelten Systeme in europäische städtische Verkehrsszenarien. Beim Ausarbeiten des Systems wurden Verkehrsexperten und Interessengruppen befragt, um ihre Bedürfnisse zu ermitteln. Daraus entstand eine mehr als 500 Punkte umfassende Liste. Diese wurden formalisiert und in einer Liste mit 342 Systemanforderungen zusammengefasst und anschließend in 17 funktionelle Anforderungen unterteilt. Die Anforderungen stellen notwendige Verbesserungen dreier Untersysteme des Projekts dar: Fahrzeuge, Infrastruktur und Fahrbetrieb. In die Analyse inbegriffen waren auch Vergleiche verschiedener Kompromisslösungen und Konflikte. Die Entwicklung von Schlüsseltechnologien durch die Projektmitglieder konzentrierte sich auf neue Systementwürfe, die für 12 Bereiche relevant sind. Der Fahrerbereich wurde unter Berücksichtigung des Fahrerkomfort und der Anforderungen des Fahrbetriebs neu entworfen. Durch die Simulation des Nutzungsverhaltens verschiedener demografischer Gruppen wurde die Zugänglichkeit für Fahrgäste bewertet, wobei besonderes Augenmerk auf die Reduzierung der Wartezeit an Haltestellen gelegt wurde. Weitere neue Systeme beinhalteten Informationstechnologien, Systeme zur Bedienungsunterstützung, Modularität, Energiemanagement und -effizienz, Verkehrs- und Beförderungspolitiken, Fahrgastinformationen sowie intermodale und Verkehrsknotenpunkte mit ein. Die Projektmitglieder beschäftigten sich auch mit der Elektrifizierung städtischer Bussysteme. Des Weiteren wurde das Konzept der Bushaltestelle als freundlicher Ort für Zusammenkünfte wiederbelebt; es wurde mit zwei französischen Designpreisen ausgezeichnet. Das neue integrierte System des EBSF-Projekts wurde in sieben europäischen Städten (Budapest, Bremerhaven, Brunoy, Göteborg, Madrid, Rom und Rouen) getestet. Die Konzepte erwiesen sich in diesen Tests als Erfolg und konnten weiter verfeinert werden. Das Ergebnis der EBSF-Projektarbeit werden gut funktionierende Bussysteme sein, die von den Fahrgästen gerne genutzt werden. Dadurch wird der Stadtverkehr effizienter und effektiver werden.

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