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Inhalt archiviert am 2024-05-27
Functional diversity in plant communities: the role of environmental filters

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Ökologisierung des Planeten

Eine hervorragende Datenbank zu der funktionalen Diversität von Pflanzen und deren Einfluss auf die unterschiedlichen Regionen in der Welt wird uns dabei helfen, die Biodiversität besser zu verstehen und handzuhaben. Sie wird auch dabei helfen, die Erderwärmung abzuschwächen und die durch Menschen verursachten Umweltschäden rückgängig zu machen.

Pflanzen sind ein wichtiger Bestandteil unseres komplexen Ökosystems und haben unmittelbare Auswirkungen auf das Mikroklima, die Erderwärmung und das Wohlbefinden der Menschen. Durch die Untersuchung von Pflanzen in unterschiedlichen Regionen der Welt und die Ermittlung ihrer funktionalen Merkmale kann die Wissenschaft dabei behilflich sein, die Biodiversität zu verbessern und dadurch Pflanzenfilterungsaktivitäten zu fördern und die Koexistenz verschiedener Spezies zu gewährleisten. Das von der EU finanzierte Projekt "Functional diversity in plant communities: the role of environmental filters" (Diversitraits) vereinigt die Wissenschaftszweige Botanik, Ökologie und Biologie, um die funktionalen Merkmale von Pflanzen weltweit zu bestimmen. Das Ziel des Projekts ist es, Pflanzen nicht auf lokaler Ebene zu untersuchen, sondern ökologische Muster in einem ganzheitlichen Ansatz zu erkennen. Dies kann politischen Entscheidungsträgern dabei helfen, Ökosysteme im Gleichgewicht zu halten und dem negativen menschlichen Einfluss auf die Natur entgegenzuwirken. Im Rahmen des Projekts wurden Merkmalsdaten und botanische Daten gesammelt, um sie aus einer biogeografischen Perspektive zu analysieren. Ferner hat das Projekt einen Rahmen zur Darlegung der funktionalen Diversität und Merkmale in verschiedenen Teilen der Erde geschaffen, um die Reaktionen von Organismen, Gemeinschaften und Ökosystemen auf Umweltveränderungen zu verstehen. Diversitraits hat eine Datenbank für circa 45.000 Spezies und die funktionalen Merkmale der 25 wichtigsten Pflanzen aufgebaut. Sie basiert auf dem Wissen aus Untersuchungen und von Botanikern und Softwaretechnikern. Die Projektergebnisse umfassten auch die Forschung von Ökologen zu der Vegetation Nord- und Südamerikas, wobei circa 20 Millionen Spezies untersucht wurden. Dies ist die bisher größte Initiative zur Pflanzendiversität. In die botanische Datenbank des Projekts sind zudem Daten von Partnern zu Herbarien verschiedener Länder integriert worden. Mithilfe dieser Datensätze können die Projektmitarbeiter nützliche Karten der funktionalen Merkmale erstellen, wobei das Vorkommen einer Spezies mit den Merkmalsinformationen kombiniert wird. Dies gibt Aufschluss über die Merkmale verschiedener Breitengrade und Klimazonen, wodurch die Forscher wichtige Daten sammeln können. So kam man zu der vorläufigen Schlussfolgerung, dass tropische Regionen mehr funktionale Merkmale haben als solche mit gemäßigtem Klima. Man hofft noch auf viele weitere neue Erkenntnisse, die uns dabei helfen werden, mit unserem Planeten auf umweltverträglichere und nachhaltigere Weise umzugehen und somit zu einer größeren Biodiversität beizutragen.

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