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Comparative Assessment of Coastal Vulnerability to Sea-Level Rise at Continental Scale

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Bessere Vorhersagen für den Anstieg des Meeresspiegels

Die möglichen Auswirkungen des Meeresspiegelanstiegs auf Küstenregionen sorgen weltweit für Bedenken. Im Rahmen einer von der EU finanzierten Initiative wurde mit südamerikanischen Partnern zusammengearbeitet, um die Gefährdung von Küstenregionen im Falle eines Meeresspiegelanstiegs auf gesamteuropäischer Ebene zu überprüfen.

Klimawandel und Umwelt

Auch wenn damit gerechnet wird, dass die Auswirkungen eines Meeresspiegelanstiegs erheblich sein werden, so ist das tatsächliche Ausmaß aufgrund eines Mangels an Informationen über das Anstiegsniveau und die Anstiegsgeschwindigkeit ungewiss. Des Weiteren ist nicht bekannt, wie die Reaktion der Küstenstädte und -gemeinden ausfallen wird. Im Rahmen des Projekts "Comparative assessment of coastal vulnerability to sea-level rise at continental scale" (COMPASS) wurde ein Tool zur Einschätzung der zukünftigen Auswirkungen eines Anstiegs des Meeresspiegels konzipiert. Das Wissen über die Entwicklung und Anwendung des sogenannten DIVA-Tools ("Dynamic and interactive vulnerability assessment") wurde nach Südamerika transferiert. Eine vollständige Übersicht über das DIVA-Tool sowie dessen Komponentendatenbank, Modelle und graphisches Benutzerinterface wurde den Partnern in Argentinien, Brasilien und Chile bereitgestellt. Praxisorientierte DIVA-Schulungen wurden in Südamerika durch Forscher von europäischen Instituten durchgeführt. Vertiefende Schulungen für abgestellte Forscher wurden in Griechenland und Deutschland durchgeführt. Das DIVA-Tool wurde für eine quantitative Auswertung des Meeresspiegelanstiegs in Europa und Südamerika verwendet. Die Wissensbasis des DIVA-Tools wurde anhand von lokalen Erkenntnissen und von Daten, die während der in Südamerika durchgeführten Studien gesammelt wurden, erweitert. Die Informationen wurden ausgewertet, um ein besseres Verständnis des institutionellen Rahmens zu erlangen, in dem DIVA-Ergebnisse zur Unterstützung der Entscheidungsträger verwendet werden könnten. Dies wird der Entwicklung regional detaillierterer DIVA-Versionen förderlich sein. Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass viele Menschen in Südamerika mit Überflutungen rechnen müssen und dass die ärmsten Länder hiervon am stärksten betroffen sind. Auch wenn Anpassungsmaßnahmen die Auswirkungen abschwächen könnten, wären erhebliche Investitionen und effektive Anpassungstechniken notwendig. Die vorläufigen Ergebnisse für Europa deuteten darauf hin, dass Anpassungen angesichts des Meeresspiegelanstiegs sowohl effizient als auch finanzierbar wären. Experten beteiligter Institute führten eine Auswertung des DIVA-Tools durch, um mögliche Einschränkungen zu identifizieren und um Bereiche zur Weiterentwicklung zu bestimmen. Eine aktualisierte Version der DIVA-Datenbank für Südamerika wurde zusammengestellt und mit den Arbeiten an einer Weiterentwicklung der DIVA-Algorithmen begonnen. Die Aktivitäten im Zuge des COMPASS-Projekts haben zur Knüpfung enger Kontakte und zur Schaffung einer soliden Basis für eine langfristige Zusammenarbeit zwischen den beteiligten europäischen und südamerikanischen Instituten geführt.

Schlüsselbegriffe

Meeresspiegelanstieg, Küstenregionen, gesamteuropäischer Ebene, Küstenstädte und -gemeinden, Gefährdung von Küstengebieten, Anstieg des Meeresspiegels, DIVA-Tool, Überflutung, Anpassungsmaßnahmen

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