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REGULATION OF AIR POLLUTION AND ECONOMIC GROWTH IN UKRAINE: GENERAL EQUILIBRIUM APPROACH

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Das ukrainische Modell zur Emissionssenkung

Eine Studie zum Ausmaß der Luftverschmutzung und zur Wirtschaftsentwicklung auf nationaler Ebene soll politische Entscheidungen vereinfachen. Die Studie bietet interessante neue Einblicke in Kosten und Nutzen von Klimaschutzmaßnahmen in der Ukraine, die sich auch auf die Nachbarstaaten anwenden lassen.

Klimawandel und Umwelt

Das Projekt CGEUKR (Regulation of air pollution and economic growth in Ukraine: general equilibrium approach) analysierte Trends in der Wirtschaftsentwicklung und Luftverschmutzung, um diese beiden Bereiche stärker integrativ bewerten zu können. Weiterhin untersuchten die europäischen Forscher auf nationaler und auch internationaler Ebene, wie sich Maßnahmen zur Emissionssenkung ökonomisch auswirken. Wichtigste Erfolge waren die Entwicklung eines prognostischen dynamischen allgemeinen Gleichgewichtsmodells zur nationalen Wirtschaft und eines Hybridmodells für den Elektrizitätssektor. Mit letzterem kann bewertet werden, wie sich mögliche Maßnahmen zur Senkung von CO2-Emissionen nach 2012 auswirken werden. Außerdem wurden die gesundheitlichen Effekte von bestimmten Luftschadstoffen und Klimaschutzmaßnahmen in der Ukraine und der EU ausgewertet. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Klimaschutzmaßnahmen in der Ukraine bis 2020 mit niedrigem ökonomischen Aufwand verbunden sind, den Niedrigenergiesektor fördern und die Gesundheit nachweislich verbessern können. Nach einer Bewertung der gesundheitlichen Verbesserungen wurde für den gleichen Zeitraum ein Rückgang der Sterblichkeitsrate um 3% prognostiziert. Die Entwicklung einer aktuellen Datenbank mit nicht CO2-bedingten Luftschadstoffen wurde mit Ergebnissen von Branchenanalysen und Treibstoffverbrauch zusammengeführt. Damit steht nun eine effektive Methode zur Verfügung, um Umweltauswirkungen zu beurteilen und entscheidungspolitische Analysen im größeren Kontext durchzuführen. Die Projektarbeit und die Ergebnisse könnten Klimaschutzdiskussionen vereinfachen, um gemeinsam mit anderen Staaten der ehemaligen Sowjetunion (FSU) strengere Emissionsziele zu vereinbaren. Ein besserer Überblick über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Strategien könnte künftige Forschungen in diesem Bereich vorantreiben.

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