Forschungen in Mittel-und Osteuropa erleben Blüte
Jahrzehnte der Misswirtschaft haben in MOE-Staaten zu erheblichen Umweltschäden geführt. Obwohl Forscher der MOE-Staaten bereits seit Mitte des 20. Jahrhunderts Forschungen zu Chemikalienbelastung und Luftverschmutzung und damit einhergehenden Umweltrisiken durchgeführt haben, wurde ihre Arbeit von den politischen Entscheidungsträgern ignoriert. Abhilfe konnte mit dem http://www.envimpact.eu/home.cfm (ENVIMPACT) -Projekt geschaffen werden, dessen Ziel die Einbindung der MOE-Staaten in den Bereich 'Umwelt' des Siebten EU-Rahmenprogramms (RP7) war. Es besteht die Hoffnung, dass diese Zusammenarbeit neue Lösungen zum dauerhaften Schutz unserer gemeinsamen Umwelt hervorbringen wird. Im Rahmen des ENVIMPACT-Projekts wurden anhand zuvor festgelegter Auswahlkriterien innovative in MOE-Staaten durchgeführte Forschungsprojekte bestimmt. Danach wurden die ermittelten Vorgehensweisen und Ergebnisse überprüft und über die Projekt-Website an Forscher und Interessengruppen verbreitet. Die Art der Verbreitung und Ausschöpfung der Umweltforschungsstrategien wurde mithilfe von Fragebögen und Befragungen ermittelt. Eine Analyse der Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken wurde dazu verwendet, eine Liste der am meisten verbreiteten bewährten Vorgehensweisen zu erstellen. Aus diesen wurde anschließend eine Rangfolge erstellt, um so eine Liste der 'Umweltchampions' erstellen zu können. Des Weiteren erstellten die Projektteilnehmer einen audiovisuellen Katalog, in welchem die bestmöglichen Verfahren in Bezug auf Ergebnisausschöpfung und Kommunikation festgehalten wurden. In den MOE-Partnerstaaten wurden auf nationaler Ebene sektorenübergreifende Workshops organisiert, die dazu dienten, Forscher, politische Entscheidungsträger und Vertreter der Industrie an einen Tisch zu bringen. Mithilfe maßgeschneiderter, auf bestimmten Bedürfnissen und Ergebnissen beruhender Schulungsmodule wurden die Wissenschaftler in optimaler Weise für die Verbreitung und Ausschöpfung der Forschungsergebnisse ausgebildet. In der Nachbereitung wurden die Forscher der MOE-Staaten zudem mittels Online-Schulungen unter anderem mit einem kostengünstigen Onlinetool zum Abhalten von Konferenzen vertraut gemacht. Die Ergebnisse wurden über die Projekt-Website veröffentlicht, und im Abstand von vier Monaten verschickte das Konsortium einen E-Newsflash mit Neuigkeiten zur Umweltforschung. Ein Intranet für Projektteilnehmer bot Hilfe bei Projekten, Wissensmanagement, Planungen, Qualität und Datenmanagement. Eine dritte Säule der Öffentlichkeitsarbeit des ENVIMPACT-Projekts stellte eine transnationale Projektkonferenz zu nützlichen Forschungs- und Entwicklungstools dar, die im Mai 2013 in Brüssel abgehalten wurde. Dank des Projekts können MOE-Staaten nun an europäischer Forschungsarbeit teilnehmen sowie einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.