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Impact of local welfare systems on female labour force participation and social cohesion

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Wie sich lokale Sozialarbeit auf die Erwerbsbeteiligung von Frauen auswirkt

Der Arbeitsmarkt für Frauen ist ein wichtiger Teil der europäischen sozialen Nachhaltigkeit. Es lohnt sich, diesen Punkt hinsichtlich der Unterstützung von Sozialsystemen und des Beitrags zum sozialen Zusammenhalt zu untersuchen.

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Wie fördern örtliche Sozialsysteme die Frauenerwerbsbeteiligung? In welchem Umfang und unter welchen Bedingungen trägt die Arbeitsmarktintegration von Frauen zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts bei? Diese beiden Fragen standen im Mittelpunkt des Projekts FLOWS ("Impact of local welfare systems on female labour force participation and social cohesion"). Auch um die Ziele für die Erwerbsbeteiligung von Frauen im Rahmen von Europe 2020 zu analysieren, wollten die Projektpartner förderliche und hinderliche Faktoren für die Beteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt identifizieren. Die Arbeit konzentrierte sich auf die Analyse von Praktiken, Strukturen und Strategien in Bezug auf Frauenerwerbsbeteiligung und den sozialen Zusammenhalt in 11 Städten in ganz Europa. Die Städte haben unterschiedliche Kapazitäten für die Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt, wobei diejenigen mit den wenigsten Kapazitäten durch hohe Arbeitslosigkeit gekennzeichnet waren. Allerdings entdeckten die Forscher, dass die meisten Städte das 60%-Ziel der Lissabon-Agenda übertrafen und dass es eine relativ hohe Beschäftigungsquote von Frauen mit Kindern im Vorschulalter gab. Weitere Ergebnisse der Studie deuten auf das Wirtschaftswachstum und die Entwicklung eines fortschrittlichen Dienstleistungsbereichs als Faktoren für die Integration von Frauen am Arbeitsmarkt, ebenso wie auf kulturelle Modelle, in denen eine Berufstätigkeit von Müttern kleiner Kinder und eine aktive Rolle der Männer als Väter begünstigt werden. Sie zeigen auch, dass der Bildungserfolg von Frauen im Wesentlichen mit einer erhöhten Nachfrage nach weiblichen Arbeitskräften einhergeht. Die Projektaktivitäten ergaben eine Reihe interessanter Erkenntnisse über Sozialleistungen wie Pflege und Arbeitsmarktförderung, die als wichtigste Faktoren für die Beschäftigung von Frauen hervorgehoben wurden. So sind zum Beispiel lokale Wohlfahrtssysteme mit einem hohen Maß an Großzügigkeit gegenüber staatlicher oder staatlich bezahlter Altenpflege in der Regel auch großzügig bei der Unterstützung der Familienpflege. Eine wichtige Erkenntnis war, dass Sozialpolitik auf lokaler Ebene nicht eng mit der Förderung der Erwerbstätigkeit von Frauen verknüpft ist. Die Beschäftigungsziele der EU haben auf lokaler Ebene keine hohe Priorität. Die Ergebnisse von FLOWS deuten auf die dringende Notwendigkeit, Arbeitsmarkt-, Bildungs- und Sozialpolitik zu verknüpfen und das politische Bewusstsein für diese Fragen auf lokaler Ebene zu verbessern. FLOWS leistete einen erheblichen Beitrag zur Literatur über Frauen, Arbeit und den Sozialstaat. Vor allem, profitierten die Bereiche Motivationen für Frauen und Präferenzen in Bezug auf den Arbeitsmarkt, die Rolle der Gemeinden sowie politische Prozesse von Regierungsstrukturen in der Wohlfahrtspolitik.

Schlüsselbegriffe

örtliche Sozialhilfeträger, Frauenarbeit, Sozialsysteme, sozialer Zusammenhalt, Erwerbsbeteiligung

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