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Inhalt archiviert am 2024-04-23

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Projekt-Erfolgsstorys - Ein Durchbruch für die Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen

Wenn sich Arterien verhärten, was auch als "Atherosklerose" bekannt ist, kann dies Herz-Kreislauf-Erkrankungen (CVD) verursachen, die zu Herzinfarkten und Schlaganfällen führen können. Nun liegen neue Belege vor, die den Zusammenhang zwischen Entzündung - einer Abwehrreaktion des Körpers - und kardiovaskulären Erkrankungen festigen. Diese Erkenntnisse könnten zu neuen innovativen präventiven und therapeutischen Strategien führen, und vielleicht letztlich zu einer Heilung der Atherosklerose.

"Atherosklerose" ist ein chronischer, langsam fortschreitender krankhafter Zustand, an dem das Entzündungssystem beteiligt ist. Er führt zu einer Ansammlung von Plaque - welches Fett und Entzündungszellen enthält - in den Arterienwänden. Bei fortgeschrittener Atherosklerose kann durch Komplikationen eine CVD ausgelöst werden, die zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führen könnte. Jedes Jahr verursacht CVD über 4 Millionen Todesfälle in Europa - also fast die Hälfte aller Todesfälle. Das EU-geförderte Projekt Atheromoto hat die Möglichkeit geschaffen, neue wirksame Therapien zu finden. Dazu wurden gentechnisch veränderte Mäusen entwickelt, die Patienten mit aggressiven Entzündungen nachahmen und Symptome von Atherosklerose anzeigen. "Wir haben mithilfe der neuesten Methoden der Molekularbiologie und Proteomik (Erforschung der Proteine, die wichtige Funktionen im Körpererfüllen) molekulare Ziele (für mögliche zukünftige Therapien) des Immunsystems in den arteriellen Gefäßwänden identifiziert", erklärt Projektleiter Aksam Merched. "Wir konnten mehrere der fehlenden Puzzleteile in Bezug auf unser Verständnis, wie CVD verursacht wird, finden." Dr. Merched glaubt, dass die Erkenntnisse zur Entwicklung von innovativen Präventions- und Therapieansätzen führen, die letztlich ein Heilmittel für Arteriosklerose nach sich ziehen und zur Rettung von Millionen von Leben beitragen. "Offensichtlich ist die klinische Validierung dieser Entdeckungen eine Voraussetzung für jede translationale Anwendung bei Patienten", sagt er. Das langfristige Ziel ist es, die zelluläre und molekulare Immunbasis von kardiovaskulären Erkrankungen zu verstehen, und die Moleküle zu identifizieren, auf die sich Wissenschaftler konzentrieren müssen, um wirksame neue Behandlungen und Therapien zu entwickeln. Das Ziel des Projektes ist es, einen Beitrag zum Entwurf neuartiger Immuntherapien zu leisten, um Herzinfarkte und Schlaganfälle zu verhindern oder Patienten zu heilen, die diese erlitten haben. Untersuchung der Ursprünge der Entzündungen Entzündung ist ein zweischneidiges Schwert. Es ist eine wichtige und notwendige biologische Reaktion, die in der Regel durch den Körper ausgelöst wird, um Schmerzen zu lindern und den Heilungsprozess einzuleiten. Wird diese nicht behandelt, kann sie eine fortschreitende Zerstörung von Gewebe auslösen, was wiederum zu vielen Krankheiten führt. Obwohl der entzündliche Aspekt kardiovaskulärer Erkrankungen inzwischen anerkannt ist, ist das derzeitige Wissen über die Ursachen dieser Entzündungsreaktion noch etwas begrenzt. Darüber hinaus wurde die genaue Art der internen Kreislaufstimuli, die Immunreaktionen auslösen, noch nicht vollständig erforscht. Ein Grund ist, dass kein geeignetes Tiermodell existiert und mit diesem Problem hat sich das Atheromoto-Projekt befasst. Mehrere Studien haben gezeigt, dass atherosklerotische Patienten eine gestörte Entzündung in den Arterien entwickeln, was darauf hindeutet, dass autoimmune Prozesse - wenn der Organismus seine eigenen Organe nicht erkennt - möglicherweise eine Rolle bei der Entstehung der Atherosklerose spielen. Das Mausmodell kombinierte Autoimmunität und Hypercholesterinämie – ein hoher Cholesterinspiegel im Blut - indem eine bestimmte Genexpression bei Mäusen abgeschaltet wurde. Genexpression ist der Prozess, durch den die Information von einem Gen (das Erbgut in einem lebenden Organismus) verwendet wird. Antigene - Stoffe, die die Produktion von Auto-Antikörpern provozieren und Autoimmunreaktionen hervorrufen - wurden unter Verwendung eines Proteom-Ansatzes (der Untersuchung der Struktur und Funktion von Proteinen) identifiziert. Jeder Antikörper bindet an ein spezifisches Antigen mittels einer Wechselwirkung, die mit einem passenden Schlüssel zu einem Schloss verglichen werden kann. Gemeinsames Forschungsprojekt "Eine Finanzierung durch Marie-Curie-Maßnahmen hat mir geholfen, gemeinsame Anstrengungen von Wissenschaftlern aus den USA und Europa zusammenzuführen, um kardiovaskuläre Erkrankung zu erforschen, die für die öffentliche Gesundheit weltweit eine große Bedrohung ist", bestätigt Dr. Merched. "Auf der persönlichen Ebene, half das Marie-Curie Fellowship (das Forschern die Möglichkeit gibt, Auslandserfahrung und Erfahrung im privaten Sektor zu sammeln), meine internationale Karriere durch starke Zusammenarbeit, Vernetzung und viel Engagement in der wissenschaftlichen Arena voranzutreiben." Durch die Entdeckungen des Atheromoto Projekt werden die Wissenschaftler wahrscheinlich besser verstehen, wie eine Entzündung zur Bildung von Plaques an arteriellen Gefäßwänden beiträgt. "Die Ergebnisse werden zweifellos die wissenschaftliche Debatte über die Entstehung dieser Krankheiten bereichern und den Umfang der therapeutischen Maßnahmen, die wir möglicherweise durchführen könnten, erweitern", resümiert Dr. Merched. Die Projektmitglieder veröffentlichten einen Artikel in der Fachzeitschrift The FASEB Journal(öffnet in neuem Fenster). - Vollständige Bezeichnung des Projekts: Vascular inflammation and atherosclerosis - Projektakronym: Atheromoto - Atheromoto Projektwebsite(öffnet in neuem Fenster) - Projektreferenznummer: 237028 - Name/Land des Projektkoordinators: Institut national de la santé et de la recherche médicale (INSERM), France - Gesamtprojektkosten 239 551 EUR - Beitrag der EK: 239 551 EUR - Projektbeginn/-ende: September 2009 bis August 2011 - Weitere Partnerländer: Frankreich

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