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Next generation technology independent interoperability of emergency services

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Die nächste Generation der Notfallkommunikationsnetzwerke fest im Blick

EU-Forscher entwickelten ein modernes Vernetzungssystem für Rettungsdienste, das eine sichere und schnelle Kommunikation zwischen Ersthelfern, Bürgerinnen und Bürgern sowie Leitstellen ermöglicht.

Digitale Wirtschaft

Heutzutage besteht eine wachsende Unsicherheit über die in der nahen Zukunft anstehende Weiterentwicklung der existierenden Ersthelferkommunikationssysteme in Form von professionellen Mobilfunkgeräten (Professional Mobile Radio, PMR). Vorwiegend gesteuert von den Bandbreitenanforderungen, scheinen die mobilen Streaming- und Sprachdienste nahtlos in die Netzwerke der nächsten Generation überzugehen. Vor diesem Hintergrund sollte das EU-finanzierte Projekt GERYON (Next generation technology independent interoperability of emergency services) ein Notfallnetzwerk der nächsten Generation erforschen und entwickeln. Das System gewährleistet den nahtlosen Betrieb unabhängig von der Zugriffstechnologie unter Einsatz technologieunabhängiger standardisierter Schnittstellen und autonomer Konfigurations- und Anpassungsverfahren durch das IMS-Standardpaket (Internet Multimedia Subsystem Suite of Standards). Das System ist insbesondere in der Lage, vorhandene Ersthelferkommunikationssysteme zu verbinden und diese Systeme in die nächste Generation der Mobilfunknetze zu integrieren. Zunächst definierten die Projektpartner die Gesamtsystemarchitektur und Schnittstellenspezifikationen zwischen verschiedenen Modulen und Systemen. Sie konzipierten und entwickelten das zentrale Managementsystem sowie eine Benutzermanagementfunktion im durch GERYON verstärkten Gateway-Knoten. So wird die Integration von PMR-Nutzern (Professional Mobile Radio; professioneller Mobilfunk) in das IMS unterstützt. Man erstellte mehrere Software-Clients, um den Einsatz einer Untergruppe von GERYON-Diensten durch nicht zu GERYON gehörende Zugangsnetzwerke für Ersthelfer und insbesondere für Krankenwagen zu ermöglichen. Das Team entwickelte, evaluierte und demonstrierte einen erweiterten Rettungsdienst-Support in 4G-Drahtlos-Kommunikationsnetzen. Sämtliche entwickelten Systeme, Komponenten sowie Hardware- und Softwaremodule wurden mit dem Ziel, das vollständige GERYON-Ökosystem vorzuführen, zu einem Gesamtsystem kombiniert. Zu guter Letzt führten die Projektmitglieder eine Prüfung, Validierung und Bewertung der Gesamtsystemleistung in realer Umgebung durch. Bis zum Projektende wurden vier wissenschaftliche Fachzeitschriftenartikel und 17 Konferenzarbeiten produziert. GERYON führte wirksame Lösungen für die Probleme ein, die den Benutzern von Notfallkommunikationsnetzwerken begegnen. In den verschiedenen entwickelten Dienstleistungen und Systemkomponenten steckt das Potential, eine Revolution der Handhabung von Notfallsituationen herbeizuführen, wodurch die Kommunikation schneller und viel zuverlässiger erfolgen wird. Ein Vorstellungsvideo (The Geryon project) und ein Zusammenfassungsvideo (GERYON Communications for life) stehen online zur Verfügung.

Schlüsselbegriffe

Notfallkommunikationsnetzwerke, Notdienste, Ersthelfer, professioneller Mobilfunk, Interoperabilität, Fähigkeit zur Zusammenarbeit

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