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Mausmodelle liefern Aufschluss über Gesundheit und Krankheit beim Menschen 

Entwicklung, Physiologie und Genom von Maus und Mensch ähneln sich in vieler Hinsicht. Europäische Forscher entwickelten Mausmutanten für Analysen an Genen, die am gesamten Spektrum menschlicher Krankheiten beteiligt sind. 

Grundlagenforschung
Gesundheit

Das EU-finanzierte Projekt INFRAFRONTIER-I3 archivierte und lieferte Mausmodelle für die europäische und weltweite Forschung. Zudem wurden neue Krankheitsmodelle für Forschungen inner- und außerhalb des Europäischen Forschungsraums (EFR) entwickelt, phänotypisiert und archiviert. Zielstellungen waren ein freier Zugang zu Mausmutantenlinien und Phänotypisierung sowie die Bereitstellung keimfreier Mäuse. Standardarbeitsanweisungen zur Phänotypisierung und Kryokonservierung wurden entwickelt und Schulungen für diese beiden Bereiche angeboten. Neue Linien wurden im European Mouse Mutant Archive (EMMA) gesammelt. Die Stämme wurden aus ganz Europa bereitgestellt, hauptsächlich aus Deutschland, Frankreich und dem Vereinigten Königreich. Insgesamt waren 23 Partner aus 16 Ländern am Konsortium von INFRAFRONTIER-I3 beteiligt, darunter insgesamt 16 EMMA-Zentren aus 14 Ländern. Das Projekt war eine gemeinsame Anstrengung, in deren Rahmen transnationale Ausschreibungen für Projekte zur Generierung von Mausmodellen durchführte wurden. Die vielversprechendsten Vorschläge führten zur Entwicklung von 29 neuen Mausmodellen zu menschlichen Krankheiten, die ein breites Spektrum wichtiger Forschungsgebiete wie Krebs und Diabetes abdecken. Die Ressourcen und Dienstleistungen, wie etwa kostenfreie Archivierung von Mausmodellen in EMMA, Bestelldienste sowie kostenfreie Generierung und Phänotypisierung für die europäische Forschung, wurden in einem Benchmarking mit anderen wichtigen Maus-Repositories verglichen. Über eine Suchfunktion konnten im EMMA-Archiv Stämme nach Typ, Genen und menschlichen Krankheiten ausgewählt werden. Letztlich wurden 1.215 neue Maus-Mutanten-Linien in EMMA archiviert. Diese unterstützten die Entwicklung des Archivs als drittgrößtes Maus-Repository mit 6.000 Maus-Mutanten. Diese einzigartige Ressource wird es europäischen Forschern ermöglichen, molekulare Ursachen von Krankheiten zu erforschen und therapeutische Lösungen zu finden. Die Bemühungen von INFRAFRONTIER-I3 werden ein stärker koordiniertes Vorgehen zwischen Infrastrukturbetreibern, Nutzern und Behörden sowie globalen Initiativen wie das International Mouse Phenotyping Consortium (IMPC) fördern. Darüber hinaus wird eine engere Interaktion zwischen den Forschern den breiteren Austausch von Wissen und Techniken über wissenschaftliche Bereiche und zwischen Hochschulen und Industrie erleichtern.  

Schlüsselbegriffe

Mausmodelle, menschliche Erkrankung, INFRAFRONTIER-I3, Phänotypisierung, European Mouse Mutant Archive    

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