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Cultural Defense of Nations: A Liberal Theory of Majority Rights

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Einwanderung und der Westen

Viele westliche Länder betrachten den Zustrom von Immigranten als "Bedrohung" ihrer kulturellen Identität. Ein neues Verständnis dieses Phänomens kann dazu beitragen, diese polarisierte Sicht zu moderieren und eine liberalere Einwanderungs- und Integrationspolitik vorzuschlagen.

Gesellschaft

Globale Einwanderung kann aus zwei Perspektiven betrachtet werden: Einwanderung, die die Wirtsgesellschaften kulturell bereichert, oder Einwanderung, die der Integration widersteht und westliche Werte und Identitäten häufig herausfordert. Ein zentrales Dilemma westlicher Nationen ist, wie sie ihre liberalen Werte schützen können, ohne dieselben Werte zu verletzen. Vor diesem Hintergrund untersuchte das EU-finanzierte Projekt CULTURAL DEFENSE (Cultural defense of nations: A liberal theory of majority rights) die Implikationen in diesem komplexen Puzzle. Es betrachtete kulturelle Erwägungen bei der Einwanderungsselektion und stellte liberale gegen kommunale Rechtfertigungen für kulturelle Rechte gegenüber. Das Projektteam entwickelte eine neue Theorie der "kulturellen Verteidigung von Nationen" auf der Grundlage von Liberalismus und Menschenrechten. Es schlug ein neues Konzept des "nationalen Konstitutionalismus" vor, der die kulturellen Ziele der Nationen aufrechterhält, ohne drastische illiberale Maßnahmen anzuwenden. Die Forscher untersuchten den deutlichen Anstieg des Mehrheitsnationalismus im Westen, wo liberale Demokratien Gesetze eingeführt haben, denen zufolge Einwanderer Kultur, Werte und Sitten der Mehrheit anzunehmen haben. CULTURAL DEFENSE kritisierte diese Gesetze und argumentierte gegen einen starken Gebrauch von Kultur in der Einwanderungsselektion. Stattdessen schlug das Projekt eine Theorie der kulturellen Verteidigung vor, die es ermöglicht, dass liberale Demokratien ihr kulturelles Wesen durch Einwanderungsgesetze sichern. Es untersuchte, wie Einwanderungspolitik sowohl die Menschenrechte der Migranten als auch die konstitutionelle Identität der Staaten schützen kann. Die wertvollen Erkenntnisse aus diesem Projekt wurden in einem Buch mit dem Titel "The Cultural Defense of Nations: A Liberal Theory of Majority Rights" (Die kulturelle Verteidigung der Nationen: eine liberale Theorie der Mehrheitsrechte) veröffentlicht. Die Publikation soll die Politik unterstützen und richtet sich an Akademiker und Experten in den Bereichen Einwanderungsrecht, verfassungsrechtliche Identität und Menschenrechte. Letztendlich kann aus dieser bedeutenden Arbeit eine bessere Integration und Einwanderungspolitik entstehen.

Schlüsselbegriffe

Einwanderung, Staatsbürgerschaft, kulturelle Mehrheitsrechte, Selbstbestimmung, konstitutionelle Identität, Integration, Liberalismus

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