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THALEA II - Telemonitoring and Telemedicine for Hospitals Assisted by ICT for Life saving co-morbid patients in Europe As part of a Patient personalised care program of the EU

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Öffentliche Auftragsvergabe für Innovation (PPI) unterstützt Markteinführung von innovativem Telemedizinsystem

Forscher des EU-finanzierten Projekts THALEA II planen die Markteinführung eines innovativen Telemedizinsystems für Intensivstationen (ICU) mittels Vergabe öffentlicher Aufträge für innovative Lösungen (public procurement of innovative solutions, PPI).

GESUNDHEIT

© Elnur, Shutterstock

Eine der größten Herausforderungen in Europa ist derzeit die qualitativ hochwertige medizinische Versorgung der alternden Bevölkerung zu geringeren Kosten. Insbesondere mangels verfügbarer Dienstleister im Gesundheitswesen wird nach innovativen Lösungen gesucht, um die Angebotslücke zu schließen. Als Lösung bietet sich Telemedizin an, was nun Schwerpunkt der EU-finanzierten Projektreihe THALEA ist. Das ursprüngliche Vorhaben des Projekts THALEA war die vorkommerzielle Auftragsvergabe (pre-commercial procurement, PCP) für die Entwicklung eines Telemedizinsystems, um auf Intensivstationen akut lebensbedrohliche Erkrankungen schneller und besser behandeln zu können. Unter THALEA II sollte die Vermarktung dieser Telemedizinsysteme nun im Rahmen der Vergabe öffentlicher Aufträge für innovative Lösungen (PPI) beschleunigt werden. „Ziel ist eine herstellerunabhängige, interoperable Softwarelösung für die Intensiv-Telemedizin“, erklärt Gernot Marx, Projektkoordinator von THALEA II. „Mit solchen Lösungen können Intensivstationen Komplikationen schneller erkennen, was wiederum die Lebensqualität von Intensivpatienten verbessert und vor allem Menschenleben rettet.“

Innovatives Telemedizinsystem

Die EU unterstützt zwei wichtige Instrumente zur Innovationsförderung: PPI (Public Procurement of Innovation) und PCP (Pre-Commercial Procurement). In der PCP-Phase des THALEA-Projekts entwickelten die Forscher eine Telemedizintechnologie, die Intensivmediziner im Klinikalltag unterstützt. Die Technologie vermittelt zwischen Fachärzten auf Intensivstationen und Ärzten in telemedizinischen Zentren. „Indem Patientendaten und ‑parameter über das THALEA-System gemeinsam genutzt werden, kann dieses Team kritische Situationen schneller erkennen und die Behandlung besser abstimmen“, fügt Marx hinzu.

Plan zur Markteinführung

Die Markteinführung des innovativen THALEA-System wird im Rahmen des Projekts THALEA II vorbereitet, dem ersten aus einem früheren PCP-Projekt hervorgegangenen PPI-Projekt in Europa. Nach der Zertifizierung des THALEA-Systems lag der Schwerpunkt von THALEA II auf der Anwerbung von Käufern. Trotz finanzieller Differenzen mit einigen potenziellen Käufern konnte das Projekt zwei Kunden gewinnen. „Diese Käufer bekommen eine hochinnovative telemedizinische Softwarelösung – ein großer Erfolg für das Projekt wie auch für die Europäische Kommission“, sagt Marx. THALEA II plant derzeit eine Ausschreibung mit anschließendem Kauf des Produkts. Bis Anfang 2020 wird das System im Universitätsklinikum Aachen und 17 weiteren Krankenhäusern des TELnet@NRW Network eingeführt. „Die Vision von THALEA war es, Technologie vor allem effizient und maßgeschneidert anzuwenden, um unsere Patienten optimal medizinisch zu versorgen“, sagt Marx. „Und nach dem offiziellen Abschluss des Projekts wird dies mehr als nur eine Vision sein: es wird Realität im Klinikalltag deutscher Intensivstationen.“

Schlüsselbegriffe

THALEA II, THALEA, Telemedizin, öffentliche Auftragsvergabe, PPI, ICU, Intensivstation, Gesundheitswesen, vorkommerzielle Auftragsvergabe, PCP, Intensivmedizin

Projektinformationen

ID Finanzhilfevereinbarung: 689041

Status

Abgeschlossenes Projekt

  • Startdatum

    1 Juni 2016

  • Enddatum

    31 Mai 2019

Finanziert unter:

H2020-EU.3.1.4.

  • Gesamtbudget:

    € 3 888 750

  • EU-Beitrag

    € 777 750

Koordiniert durch:

UNIVERSITAETSKLINIKUM AACHEN