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Innovative Schulung zum Thema energieeffiziente Gebäuderenovierungen

Um die Kompetenz von Baufachleuten im Bereich Niedrigstenergiegebäude zu erhöhen, wurde im Rahmen des Projekts Fit-to-nZEB eine Reihe von Ausbildungsprogrammen, Schulungseinrichtungen und Gelegenheiten zur Ausbildung von Ausbildenden entwickelt.

Energie

Wenn Europa seine Energie- und Klimaziele für 2020 und 2030 erreichen will, muss der Bausektor Renovierungen für hohe Energieeffizienz und Niedrigstenergiegebäude umsetzen. Dafür werden jedoch qualifizierte Fachkräfte für Niedrigstenergiegebäude benötigt – die dem Sektor aufgrund eines Mangels an hochwertiger Schulung für energieeffiziente Lösungen für Gebäuderenovierungen derzeit nicht zur Verfügung stehen. Um die Kompetenzen der Baufachleute im Bereich der Nachrüstung für Niedrigstenergiegebäude in Österreich, Bulgarien, der Tschechischen Republik, Griechenland, Irland und Italien zu erhöhen, wurde im Rahmen des EU-finanzierten Projekts Fit-to-nZEB (Innovative training schemes for retrofitting to nZEB-levels) eine Reihe von Schulungsprogrammen, Schulungseinrichtungen und Gelegenheiten zur Schulung von Ausbildenden entwickelt. „Wir hatten uns zum Ziel gesetzt, eine ganze Reihe innovativer Qualifizierungs- und Schulungsprogramme für tiefgreifende energetische Nachrüstungen mit Unterstützung durch erneuerbare Energiequellen einzurichten“, erklärt Dragomir Tzanev, Geschäftsführer vom Zentrum für Energieeffizienz – EnEffect und Projektkoordinator bei Fit-to-nZEB. „Zu diesem Zweck haben wir die Materialien und Einrichtungen entwickelt, die wir benötigten, um erstklassige praktische Schulungen zum Thema der Gebäuderenovierung auf das Niveau von Niedrigstenergiegebäuden bereitzustellen.

Eine Reihe von Schulungsmöglichkeiten

Auf der Grundlage einer gründlichen Überprüfung bestehender Programme und einer Analyse der Schulungslücken in den beteiligten Ländern entwickelten die Forschenden einen Leitfaden, der die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen für tiefgreifende energetische Nachrüstungen abdeckt. Unter Verwendung dieses Leitfadens haben die Forschenden die Themen mit höchster Relevanz für den Nachrüstprozess von Niedrigstenergiegebäuden identifiziert und auf dieser Grundlage ein Set mit 17 hochwertigen praktischen Schulungsprogrammen entwickelt, um sie anzugehen. „Diese Programme, einschließlich Notizen, Übungen, Testfragen und Referenzen, sind kostenlos verfügbar – für jeden interessierten Anbieter für berufliche Ausbildung“, erklärt Tzanev. „Durch die Förderung einer offenen Zusammenarbeit in der Branche und Bereitstellung einer gemeinsamen Wissensdatenbank bereitet das Projekt den Weg in Richtung einer gegenseitigen Anerkennung von Fähigkeiten und Kompetenzen im Zusammenhang mit Niedrigstenergiegebäuden in einer zunehmenden Anzahl an Ländern.“ Des Weiteren stellt das Projekt in jedem der beteiligten Länder vollständig ausgestattete Schulungseinrichtungen bereit. Hier können Baufachleute praktische Erfahrungen in vielen der während des Schulungsprogramms vermittelten Kompetenzen und Theorien sammeln. „Es ist sehr wichtig zu sehen, wie ein Fenster korrekt eingebaut wird oder wie man Schimmel und Kondensation in Wänden verhindern kann“, sagt Dimitris Pallantzas, ein zertifizierter Passivhausplaner und leitender Ausbilder im griechischen Passivhausinstitut, der an einer der Schulungseinrichtungen von Fit-to-nZEB teilgenommen hat. „Als Bauphysiker war mir das in der Theorie alles wohl bekannt, aber neu in der Praxis. Es war deshalb sehr nützlich, das Wissen zu gewinnen, das ich benötige, um zurückzugehen und die Beschäftigten der Zukunft in den Bereichen Technik und Bau zu unterrichten.“

Den Maßstab setzen

Insgesamt wurden im Rahmen des Projekts mehr als 180 Ausbildende geschult, die nun die Fit-to-nZEB-Schulungsprogramme an den Schulungseinrichtungen des Projekts durchführen. Darüber hinaus wurden über 20 Pilotkurse an Universitäten, Fachhochschulen und Berufsbildungszentren durchgeführt und es wurden mehr als zehn Absichtserklärungen mit Ausbildungs- und Schulungsanbietern über die Nutzung der Schulungsmaterialien des Projekts unterzeichnet. Bislang wurden 350 Beschäftigte, 100 Studierende an Universitäten und 120 Lernende geschult. „Das Projekt hat sich schnell als eines der am meisten anerkannten Schulungsprogramme zum Thema Niedrigstenergiegebäude in Europa positioniert. Es bietet erstklassige, auf die lokalen Bedürfnisse zugeschnittene Weiterbildungskurse in Zusammenarbeit mit der Bauindustrie“, ergänzt Tzanev.

Schlüsselbegriffe

Fit-to-nZEB, energieeffizientes Gebäude, Gebäudesanierungen, Bau, Niedrigstenergiegebäude, umfassende energetische Nachrüstung, erneuerbare Energiequellen

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