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Data Intelligence for Accurate and Transparent Expert Real Estate Valuation

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Neues automatisiertes System revolutioniert Immobilienbewertung

Dank der Forschung des EU-finanzierten Projekts ImmAzing können Banken, Immobilienmakler und professionelle Immobiliengutachter die objektive Wertspanne von Wohnimmobilien jetzt schneller, genauer und transparenter bestimmen.

GESELLSCHAFT

© garagestock, Shutterstock
Die Begutachtung von Immobilien kann mit Datenerhebung und -verarbeitung ein langwieriger Prozess sein. Mit ImmAzing wird das nun anders. „Wir haben ein automatisiertes Bewertungssystem geschaffen, das jederzeit und von überall jede Immobilie begutachten kann, ohne dass wie beim konventionellen Verfahren ein Gutachter nötig ist“, erklärt Dr. Wolfgang Brunauer, Projektkoordinator und Geschäftsführer der DataScience Service GmbH. Wie funktioniert das? ImmAzing nutzt Modelle des maschinellen Lernens, die sich beim täglichen Einsatz selbst verbessern. Dr. Brunauer erklärt: „Tausende Datenpunkte ergeben ein detailliertes Bild des Marktes, das dann noch mit Kennzahlen aus signifikanten Mengen von demografischen, sozioökonomischen und lokalen Daten einer Wohngegend erweitert wird.“ Maschinelle Lernalgorithmen und Big Data geben der Banken- und Immobilienbranche mehr und bessere Möglichkeiten. Damit sind hochmoderne, transparente Werkzeuge zur Bewertung von Immobilien sofort und für einen Bruchteil der üblichen Kosten verfügbar und bieten nie dagewesene Klarheit und Transparenz. Machbarkeit der Kommerzialisierung Im Rahmen vom ImmAzing wurde die Machbarkeit einer möglichen Kommerzialisierung umfassend untersucht. Mit Hilfe einer Partnersondierung konnten die entsprechenden Eigenschaften passender Partner für ImmAzing bestimmt werden und ein technischer Plan gab die nötigen technischen und kommerziellen Schritte für Entwicklung und Vertrieb vor. Zudem wurden Geschäfts- und Finanzierungspläne entwickelt, um Ausgaben und den möglichen Gewinn abzubilden. Anhand einer Motivationsmatrix wurde untersucht, was mögliche Partner an ImmAzing wohl am stärksten interessieren würde. Eine Marktanalyse ergab, dass Deutschland, Polen, die Slowakei, die Tschechische Republik und Ungarn für die Einführung von ImmAzing die attraktivsten Märkte in der Immobilienbewertung wären. Bei Abschluss der Untersuchung waren die Forscher von der kommerziellen Machbarkeit überzeugt. Die Herausforderungen annehmen „Es war nicht immer ersichtlich wie heterogen die Datenbasis in anderen Ländern ist“, betont Dr. Brunauer. Die Länder stehen in der Erhebung und Organisation von Immobiliendaten, der Protokollierung von Immobiliengeschäften und ihrem Interesse an automatisierter Modelltechnologie für Bewertungen auf unterschiedlichen Niveaus. Um dieses Problem zu lösen, erstellte ImmAzing einen Plan, mit dem sich Kanäle zur Datenbeschaffung aufbauen, formalisieren und standardisieren lassen. Rechte des geistigen Eigentums stellten für ImmAzing ebenfalls eine Herausforderung dar. Mit einer Analyse zur uneingeschränkten Handlungsfähigkeit konnten die Projektforscher feststellen, dass es in den letzten 20 Jahren keine bekannten Verletzungen der Rechte des geistigen Eigentums gegeben hat. Dies behalten die Forscher allerdings weiter im Auge, wie Dr. Brunauer betont: „Unser Projekt muss auf den Marktbedarf so schnell wie möglich reagieren und wir können uns keine Verzögerungen durch Verfahren im Zusammenhang mit diesen Rechten leisten, die langfristig Vorteile bringen könnten oder eben nicht.“ ImmAzing heute und morgen Momentan erstellt ImmAzing für die Österreichische Nationalbank den offiziellen Preisindex für Wohnimmobilien. Seit dem Start auf dem österreichischen Immobilienmarkt im Jahr 2017 wird es von Banken, Immobilienmaklern, Fonds und Investoren sowie professionellen Gutachtern eingesetzt. Sie alle profitierten bisher von dem transparenten, genaueren und effizient arbeitenden Immobilienbewertungverfahren. Bevor die Kommerzialisierung noch ausgeweitet wird, ist davon auszugehen, dass für jeden Zielmarkt vollständige Datensätze gesammelt sowie eine international anerkannte Zertifizierung für das System erreicht wird. ImmAzing wird auch Partnerschaften in Deutschland, Österreich, Polen, Rumänien, der Slowakei, der Tschechischen Republik und Ungarn festigen, mit denen das Projekt 2019 erfolgreich durchstarten kann. Dr. Brunauer dazu: „Die Kommerzialisierung von ImmAzing wird bis Ende 2021 einen Umsatz von 5,2 Mio. EUR generiert haben. Bis dahin haben wir zehn neue Mitarbeiter eingestellt und eine Kapitalrendite von 404 % erreicht.“

Schlüsselbegriffe

ImmAzing, Grundstück, Immobilie, Kommerzialisierung, Bewertungssystem, Wohnimmobilien

Projektinformationen

ID Finanzhilfevereinbarung: 816100

Status

Abgeschlossenes Projekt

  • Startdatum

    1 Mai 2018

  • Enddatum

    31 August 2018

Finanziert unter:

H2020-EU.3.

H2020-EU.2.3.

H2020-EU.2.1.

  • Gesamtbudget:

    € 71 429

  • EU-Beitrag

    € 50 000

Koordiniert durch:

DATASCIENCE SERVICE GMBH