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Security System for Maritime Infrastructures, Ports and Coastal zones

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Überwachungssystem für die Meeresinfrastruktur in der EU

EU-finanzierte Forscher entwickeln gerade ein neues smartes Sicherheitssystem, das auf der Brücke eines Schiffes oder in Hafenleitzentralen installiert werden kann. Die frühzeitige Erkennung einer Bedrohung ist von wesentlicher Bedeutung für die Sicherheit in den Häfen Europas.

Industrielle Technologien

Heutzutage nehmen die Fälle von Piraterie weltweit in alarmierendem Maße zu. Der aktuelle Stand der Beobachtungstechniken an Bord bietet keine Möglichkeit, eine Sicherheitsbedrohung genau zu erkennen. Beispielsweise kann ein Objekt, das sich dem Schiff nähert, nicht automatisch erkannt, beschrieben und verfolgt werden, um zu bestimmen, ob es sich dabei um einen potenziellen Eindringling oder ein harmloses kleines Schiff handelt. Das EU-finanzierte Projekt "Security system for maritime infrastructures, ports and coastal zones" (SECTRONIC) hat das Ziel, ein wirkungsvolles Frühwarnsystem zu konzipieren, um das Risiko von Piraterie und Terrorismus zu minimieren. So kann die Meeresinfrastruktur wie Häfen, Personenverkehr und Energieversorgung besser geschützt werden. Für eine verbesserte räumliche Abbildung wird das System verschiedene Beobachtungstechnologien zusammenführen. Dazu gehören Radar, Sonar und Satellitensysteme zur Erdbeobachtung (EO).Dieses Frühwarnsystem wird bedeutende Objekte in einem 360-Grad-Radius um die Meeresinfrastruktur herum beobachten, beschreiben und verfolgen können. Man wird es ober- und unterhalb der Wasseroberfläche, im täglichen 24-Stunden-Betrieb und bei allen Wetterbedingungen anwenden können, da es über Anlagen mit kurzer Reichweite (Sonar, Radar, Infrarotkameras) und mit langer Reichweite (EO-Satelliten, Küstenstationen) verfügt. Man konzentriert sich darauf, ein System zu liefern, das nicht laufend von Menschen bedient werden muss und über eine intuitiv zu bedienende, benutzerfreundliche Oberfläche verfügt. Auch sollte das System in bestimmten Situationen zuverlässig Alarm geben.Um seine Wirkungsfähigkeit bewerten zu können, wurden verschiedene benutzerdefinierte Szenarien berücksichtigt. Die Systeme aus dem Projekt SECTRONIC wurden erfolgreich für einen einjährigen Testbetrieb in Häfen installiert. Die Projektpartner entwickelten und optimierten meteoroligisch-ozeanographische Modelle und Algorithmen. Um die empfohlenen Algorithmen auf Gültigkeit zu prüfen, wurden fünf Parameter für Wind, Strömung, Temperatur, Eiskonzentration und Eisgang auf der Meeresoberfläche berücksichtigt. Darüber hinaus wurde eine quantitative Metrik zur Reduzierung der Anfälligkeit entwickelt, um den Nutzen von Reaktionstechnologien zu bewerten, die nicht tödlich sind. Die Metrik wurde in den SECTRONIC-Szenarien sowohl für ein einzelnes Gerät als auch für eine Kombination von Geräten angewandt. Zu den künftigen Arbeiten gehört die weitere Optimierung der Fehlalarmquote und der Nachtsicht-Fähigkeit. Um die Entscheidungsfindung des Betreibers weiter zu erleichtern, sollte das System mit einer entsprechend skalierten elektronischen Seekartendarstellung und Informationssystemen verzahnt werden.

Schlüsselbegriffe

Meeresinfrastruktur, Frühwarnsystem, Radar, Sonar, Erdbeobachtungen, Satellit, Sicherheitsbedrohung

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