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Verbesserte Forschung zur Nahrungsmittelqualität in Lettland

Mithilfe von EU-Geldern wird die lettische Forschung im Bereich Nahrungsmittelqualität verbessert – und mit ihr die öffentliche Gesundheit. Zu den bisher erzielten Ergebnissen zählen Personalaustauschprogramme und eine Aufrüstung der technischen Ausstattung, womit eine Ära fruchtbarer Zusammenarbeit zwischen Lettland und der EU eingeläutet wurde.

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Die EU hat ihre jüngsten Mitgliedstaaten schon oft beim Ausbau ihrer Forschungskapazitäten unterstützt. Lettland, das 2004 der EU beitrat, hat bereits zuvor EU-Unterstützung erhalten, mit welcher das Forschungsinstitut für Biotechnologie und Veterinärmedizin Sigra verbessert werden konnte. BALTFOODQUAL war ein im Rahmen des Programms "Research Potential" gefördertes Projekt, das drei Jahre bis Anfang 2011 lief. Ziel des Projekts war es, die Forschungskapazität des Instituts in den Bereichen Tiernahrung und Nahrungsqualität auszuweiten. Ein zweites Ziel bestand in der Stärkung der allgemeinen Forschungskompetenz im Baltikum sowie in dessen Integration in den Europäischen Forschungsraum (EFR) mittels innereuropäischer Zusammenarbeit. Allgemein bestand der Zweck der Forschungsinitiative in der Verbesserung der Verbrauchergesundheit. Das Team konnte seine Ziele erreichen. Das wissenschaftliche und technologische Potential des Instituts konnte ausgebaut werden, vor allem dank der Zusammenarbeit mit anderen auf diesem Gebiet tätigen EU-Forschungsgruppen. Durch das Projekt konnten sechs Personalentsendungen an Forschungseinrichtungen benachbarter Länder entsandt werden. Dies ermöglichte den Entsendeten den Ausbau ihrer Forschungskompetenzen, da sie für ihre Forschungen die höher entwickelte Ausstattung der Partnerinstitutionen verwenden konnten und mit den dortigen Kollegen zukünftige gemeinsame Forschungsprojekte in die Wege leiten konnten. Ebenso wurden 25 Gegenentsendungen organisiert, in deren Rahmen Entsendungen von Forschern ausländischer Institutionen zur Vermittlung von Kompetenzen das Institut besuchten. Zu den Arbeiten des Projekts gehörte auch, die Forschungskapazität des Sigra-Instituts durch den Kauf neuer Anlagen für drei Laboratorien zu erweitern. Teile des Institutsgeländes wurden so renoviert, dass die neuen Anlagen in ihnen untergebracht werden konnten, und das Personal wurde in der Bedienung dieser Anlagen geschult. Zu den anderen Verbundaktivitäten zählten gemeinsame Veröffentlichungen wissenschaftlicher Arbeiten sowie die Teilnahme an 23 internationalen Veranstaltungen, Konferenzen und Workshops. Zur zusätzlich geleisteten Öffentlichkeitsarbeit zählte die Erstellung geeigneter Informationsmaterialien, zu denen 31 populärwissenschaftliche Veröffentlichungen und fünf TV-Beiträge gehören. Neuere Forschungsprojekte, die in Zusammenarbeit mit anderen europäischen Organisationen initiiert wurden, haben gezeigt, dass die Forschungskapazität des Instituts deutlich verbessert wurde. Drei Vorschläge für neue Projekte wurden bereits eingereicht, von welchen zwei bereits Förderung erhalten haben und 2013 abgeschlossen wurden. Vier Patente wurden eingetragen und 43 wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht. Das Institut hat außerdem ein nationales Kompetenzcluster für Ernährung eingerichtet, in dem Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft vertreten sind. Dank BALTFOODQUAL konnte die Forschungskapazität des Forschungsinstituts Sigra erfolgreich ausgeweitet werden. Als Folge dessen kam eine gewinnbringende, produktive Zusammenarbeit zustande, die verwertbare Ergebnisse hervorbrachte.

Schlüsselbegriffe

Forschungskapazität, Nahrungsmittelqualität, Tiernahrung, Gesundheit

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23 Oktober 2020