Auswirkungen ökologischer Pestizide auf Bodenpilze
Biologische Pestizide werden im ökologischen Landbau zum Schutz der Ernten vor Krankheitserregern und zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit eingesetzt. Zu den verwendeten Substanzen gehören Nebenprodukte der lokalen Landwirtschaft, wie beispielsweise Abwässer aus Olivenmühlen (OMW). Bis vor kurzem lagen nur wenige Daten bezüglich der Auswirkungen biologischer Pestizide auf die Bodenmikroorganismen vor, wie den "arbuskulären Mykorrhizapilz" (AMF) und die breitere Pilzgemeinschaft. Das Projekt Ecomycorrhiza kam daher gerade zur rechten Zeit, um zu untersuchen, welchen Folgen der Einsatz ökologischer Pestizide für Nicht-Ziel-Bodenmikroorganismen hat. Der AMF geht mit den meisten Pflanzen eine symbiotische Beziehung ein. Der Pilz kann dazu beitragen, die Widerstandsfähigkeit der Wirtpflanze gegenüber Trockenheit zu erhöhen und Schäden von Krankheitserregern zu minimieren. Ausgewählte AMF können im ökologischen Landbau zur Verbesserung des Pflanzenwachstums beitragen. Das Ecomycorrhiza-Projekt hat eine Reihe von Versuchen durchgeführt, um den Zustand, die Vielfalt und die Funktion beim Gemüseanbau auf ökologischen Bauernhöfen zu ermitteln. Reine AMF-Kulturen wurden isoliert. Dann wurde beobachtet, inwieweit sie die Pflanzen besiedeln sowie das Pflanzenwachstum und die Kaliumaufnahme (K) bei getopften Tomaten- und Paprikapflanzen fördern können. Die Ergebnisse aus Gefäßversuchen wurden in Feldversuchen bestätigt, bei denen diese Praktiken unter realistischen Bedingungen untersucht werden konnten. Mithilfe der im Ecomycorrhiza-Projekt gewonnenen Erkenntnisse lässt sich die Produktivität ökologischer Bauernhöfe in Europa erhöhen, die keine chemischen Düngemittel und Pestizide zur Steigerung ihrer Ernteerträge verwenden können.