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Kostenvorteile der europäischen Automobilindustrie durch virtuelle Sicherheitsprüfungen

High-Tech-Prüfungen zur Verbesserung der Fahrzeugsicherheit sollen der europäischen Automobilindustrie zu mehr Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit verhelfen.

Industrielle Technologien

Sicherheit im Straßenverkehr spielt seit jeher eine zentrale Rolle für die europäischen Autobauer und Politiker. Teure und aufwändige Prüfverfahren verlängern jedoch die Entwicklungszeit bis zur Marktreife und erschweren die Wettbewerbsfähigkeit neuer Fahrzeugtechnologien, sodass sich die EU veranlasst sieht, zuverlässigere und effizientere Methoden in Betracht zu ziehen, um die Branche voranzubringen. Vor diesem Hintergrund stärkte das EU-finanzierte Projekt "Implementation of virtual testing in safety regulations" (IMVITER) das Konzept der Prüfung im Rahmen der Sicherheitsvorschriften. 15 Projektpartner aus Deutschland, Griechenland, Spanien, Frankreich, Italien und Ungarn, die alle im Bereich Fahrzeug-Typgenehmigung tätig sind, untersuchten Möglichkeiten, um gegenwärtige Prüfverfahren zu ersetzen oder zu unterstützen. Im Hinblick auf eine Einführung einer virtuellen Testung wählte man vier Ordnungsvorschriften aus, die den Fußgängerschutz, das Rückhaltevermögen von Sicherheitsgurten und das Abschleppen von Fahrzeugen betreffen. Die Vorhersagbarkeit der Simulationsmodelle wurde bewertet, um sicherzustellen, dass sie genau so zuverlässig wie physikalische Prüfungen sind. Hauptsächlich arbeiteten die Projektbeteiligten an Möglichkeiten, die gegenwärtigen Fahrzeugprüfungen in zunehmendem Maße durch eine virtuelle Leistungsbewertung auf der Grundlage ihrer computergestützten Entwicklung (CAD) zu ersetzen. Im engeren Sinne untersuchten sie, wie sich durch eine virtuelle Prüfung lineare Verformungen durch statische Belastungen und nichtlineare Verformungen durch dynamische Belastungen beurteilen lassen, um die Kosten zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Im Rahmen von IMVITER wurde festgestellt, dass sich nicht alle dafür erforderlichen physikalischen Prüfungen durch Simulationen ersetzen lassen, die virtuelle Prüfung jedoch klare Vorteile hat, wenn wiederholte Prüfungen durchzuführen sind. Bei kostenintensiven Prüfungen hat sich die neue Technologie als besonders nützlich erwiesen. Außerdem hat sie den Weg für eine Erforschung weiterer virtueller Prüfmethoden und -lösungen bereitet. Über diesbezügliche Fortschritte wird auf der Projektwebsite informiert. Alles in allem haben die Projektergebnisse dazu beigetragen, Verfahren für eine virtuelle Prüfung zu definieren, die Validierung virtueller Prüfmittel eingeschlossen. Außerdem wurden Machbarkeit und Potenzial dieser Verfahren analysiert, und die Industrie wurde der durch eine virtuelle Prüfung unterstützten Bewertung neuer, hochentwickelter Sicherheitssysteme näher gebracht. Dies wird letztendlich Europas Pioniergeist und Vorrangstellung in der Automobilindustrie untermauern und diesen Sektor wettbewerbsfähiger als je zuvor werden lassen.

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