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Das Potenzial unbemannter Systeme für Such- und Rettungseinsätze ausschöpfen

Im Rahmen des von der EU finanzierten DARIUS-Projekts wird an der Erleichterung von Such- und Rettungseinsätzen gearbeitet, indem Interoperabilitätsleistungen unbemannter Systeme verbessert werden.

Sei es die Nuklearkatastrophe von Fukushima oder die jüngsten Erdrutsche in Sri Lanka – die Anzahl der durch den Menschen verursachten Katastrophen steigt von Jahr zu Jahr. Das die Stadtbevölkerungen stetig wachsen, erschwert die Konzentration von Menschenmassen in Kombination mit einer wilden Bebauung Such- und Rettungseinsätze. Die ersten Einsatzkräfte vor Ort sind besonderen Risiken ausgesetzt. Das Projekt DARIUS ("Deployable SAR Integrated Chain with Unmanned Systems") nimmt sich dieser Problematik an und zielt darauf ab, unbemannte Plattformen für Such- und Rettungseinsätze bereitzustellen. Aufbauend auf der Arbeit abgeschlossener und laufender Projekte stehen im Mittelpunkt des DARIUS-Projekts Faktoren, die bei der Verwendung im Zusammenhang mit Such- und Rettungseinsätzen nur wenig Beachtung gefunden haben. Dies betrifft die Verbesserung von Interoperabilitätsleistungen auf Verfahrens- und technischer Ebene. Unbemannte Systeme finden heute gängige Verwendung in militärischen und paramilitärischen Programmen. Deren Verwendung bei Such- und Rettungseinsätzen (SAR) beinhaltet jedoch zusätzliche Komplikationen. Im Gegensatz zum Militärsektor verfügen Organisationen im Sicherheitsbereich über ein äußerst begrenztes Budget. Daher sollten sich verschiedene Organisationen unbemannte Systeme teilen und den ersten Einsatzkräften vor Ort Informationen sowie Dienstleistungen bereitstellen. Um dieses Niveau an Interoperabilität zu erreichen, ist es notwendig, unbemannte Systeme in die gesamte Befehls- und Kontrollkette zu integrieren. Das Hauptaugenmerk des DARIUS-Teams liegt auf diesem Forschungsbereich. Da es erforderlich ist, dass sich verschiedene Organisationen Systeme teilen, ist die Entwicklung einer "Generic Ground Station" (GGS) notwendig. Diese ermöglicht es Benutzern, Informationen von verschiedenen Plattformen (Luft, Boden, Meer) über eine generelle Schnittstelle zu steuern, zu sammeln und zu nutzen. Sowohl das GGS-Konzept als auch das "First responder Shared Data Base"-Konzept (FSB), ein Konzept, dass auf eine gemeinsam verwendete Datenbank für die ersten Einsatzkräfte vor Ort ausgerichtet ist, werden im Rahmen des DARIUS-Projekts parallel weiterentwickelt. Eine der Hauptfunktionen des DARIUS-Projekts liegt in der Zusammenarbeit und Kommunikationen zwischen den Endnutzern. Anfang des Monats wurden bspw. im Zuge des DARIUS-Projekts eine zweitägige vorversuchsorientierte Schulungssitzung und eine Feuerübung zur Simulation eines Waldbrands für die Feuerwehrmänner des griechischen Feuerwehrdienstes sowie die Kadetten der griechischen Feuerwehrakademie organisiert. Im Mittelpunkt des Schulungsprogramms standen unbemannte Luftplattformen und Bodenroboter, die in die Feuerübung integriert wurden und die das Konzept der Interoperabilität sowie dessen technische und einsatzorientierte Dimensionen verdeutlichten. Daraufhin beteiligte sich eine Gruppe von zehn Feuerwehrmännern an der DARIUS-Waldbrandübung, die an einem Übungsstandort in Alykes, einem Bezirk der südlich von Athen gelegenen Kleinstadt Anavyssos durchgeführt wurde. Ziel der Übung war es, das im Rahmen des DARIUS-Projekts ausgearbeitete Potenzial einer technischen und einsatzorientierten Interoperabilität zu verdeutlichen und zu zeigen, wie unbemannte Plattformen zum Notfallmanagement beitragen und wie diese SAR-Einsätze unterstützen können. Durch derartige interaktive Maßnahmen mit Endnutzern soll die Wirkung des DARIUS-Projekts hinsichtlich der Sicherheit und des Schutzes der Einwohner maximiert werden. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass finanzielle Engpässe in diesem Sektor stets ein Rolle spielen werden, arbeitet das Team ebenfalls mit den Endnutzern zusammen, um zu überprüfen, ob diese die DARIUS-Lösungen und -Komponenten kaufen würden und um festzustellen, ob die im Rahmen des DARIUS-Projekts ausgearbeiteten Geschäftsmodelle funktionieren. Das Projekt soll im Februar 2015 abgeschlossen werden und sämtliche Partner des DARIUS-Projekts haben einen eindeutigen Plan entwickelt, um die Errungenschaften des Projekts kurz-, mittel- und langfristig nutzen zu können. Weitere Informationen sind abrufbar unter: DARIUS http://www.darius-fp7.eu/

Länder

Vereinigtes Königreich