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In Schottland entsteht neues Innovationszentrum für Meeresenergie

Ein EU-finanziertes Projekt will mit internationaler Unterstützung und Anerkennung im Norden Schottlands ein Forschungszentrum für Meeresenergie etablieren.

Auf der jüngsten internationalen Konferenz über Meeresenergie ICOE (International Conference on Ocean Energy) in Halifax, Kanada, bot sich Mitgliedern des EU-finanzierten Projekts MERIKA die Möglichkeit, neue Partnerschaften mit Forschern und Einrichtungen jenseits des Atlantiks aufzubauen. MERIKA wird von der University of the Highlands and the Islands (UHI) im Norden von Schottland betrieben, die damit das Ziel verfolgt, ein Forschungs- und Innovationszentrum in einer der abgelegensten Regionen Europas zu etablieren.   Die Konferenz war dem Austausch von Wissen und Informationen über Forschungen zu erneuerbarer Energie aus dem Meer gewidmet. Bei der Gelegenheit stellte sich heraus, dass das Institut für Meeresenergie der Acadia University, das College of the North Atlantic und das Nova Scotia Community College komplementäre Interessen mit MERIKA haben. Ein wichtiges Ziel des Projekts besteht in der Verstärkung der internationalen Zusammenarbeit mit Akteuren aus dem gesamten Meeresenergiesektor, zusammen mit dem Aufbau von Forschungskapazitäten und der Modernisierung der Infrastruktur an der Fakultät für Naturwissenschaften, Gesundheit und Technik der UHI.   In der Tat dreht sich das Projekt, das im Juli 2017 abgeschlossen werden soll, um die Weiterentwicklung dieser UHI-Fakultät in ein Forschungs- und Innovationszentrum, das auf dem Gebiet der Meeresenergie in ganz Europa als Referenz dienen soll. Das ermöglicht Forschungen dort, wo die Ressourcen zu finden sind: Wind und Wellen im Übermaß. Die Ozeane stellen in Form von Oberflächenwellen, Strömungen, Salzgehaltverläufen und thermischer Energie eine riesige und weitgehend ungenutzte Energiequelle dar.   Auf diese Weise wird das Projekt zusammen mit sieben anderen europäischen wissenschaftlichen Einrichtungen das enorme Potenzial der Wind- und Wellenkraft im Norden von Schottland anzapfen. So wird dem Land dabei geholfen, Energiesicherheit, wirtschaftliches Wachstum und ökologische Nachhaltigkeit zu erreichen.   Das ist inzwischen eines der zentralen politischen Ziele. Die schottische Regierung hat kürzlich Pläne vorgestellt, wie bis zum Jahr 2020 100 % des Strombedarfs aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden soll. Und weil der weitaus größte Teil der geeigneten Ressourcen für Wellen- und Gezeiten-Technologien vor der Küste der Highlands und Inseln Schottlands zu finden ist, kommt dem MERIKA-Projekt eine entscheidende Rolle beim Erreichen dieses Ziels zu.   Und die University of the Highlands and Islands ist trotz ihrer relativ abgeschiedenen Lage perfekt positioniert, um sich diesen Herausforderungen zu stellen. Das Institut hat sich bereits als angesehenes Kompetenzzentrum innerhalb der europäischen Forschungsgemeinschaft etabliert. MERIKA stellt eine Möglichkeit dar, auf diesen Ruf aufzubauen und zu einem wichtigen globalen Referenzzentrum für erneuerbare Meeresenergie zu werden.   Wenn Schottland seine Ziele hinsichtlich erneuerbarer Energien erreichen will, besteht in der Tat dringender Forschungsbedarf, um Prognosetechniken zu verbessern und Geräte zu installieren, die aus einer gut erhaltenen Umwelt effizient Energie schöpfen können.   MERIKA steht auch bestens im Einklang mit dem EU-Ziel, 20 % der Energie bis 2020 aus erneuerbaren Quellen zu erzeugen. Mehr erneuerbare Energien werden es der EU ermöglichen, Treibhausgasemissionen und die Abhängigkeit von Energieimporten zu reduzieren, während gleichzeitig der Sektor für erneuerbare Energien sowie technologische Innovationen gefördert werden.   Weitere Informationen unter:   MERIKA http://www.uhi.ac.uk/en/merika

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7 Juni 2017