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Wissenschaft im Trend: Big-Data-Analytik revolutioniert die Gesundheitsversorgung

Technologieriesen schließen sich zusammen, um Big-Data-­Analytik auf das Gebiet der digitalen Gesundheit anzuwenden.

Eines steht fest: Big Data – große Datenmengen, die in kürzester Zeit von vielen verschiedenen Quellen erzeugt werden – können sehr wertvoll sein, wenn sie richtig verarbeitet und analysiert werden. Und einer der Bereiche, in denen ihre Auswirkungen für uns alle direkt bemerkbar sein sollen, ist das Gesundheitswesen. Im Rahmen einer datengesteuerten Wirtschaft werden unsere Ärzte Informationen aus einer Reihe von Quellen erhalten, um uns schneller behandeln zu können. Gleichzeitig wird die Analyse großer klinischer Datensätze zur Optimierung der klinischen Wirkung und Wirtschaftlichkeit von neuen Medikamenten und Behandlungsmethoden führen. In Sachen Gesundheit gibt es keinen Mangel an Daten, im Gegenteil: wir häufen Gesundheitsinformationen in Rekordmengen an. Allerdings sind diese nicht unbedingt geordnet und daher nicht unbedingt nützlich. Laut IBM sind 80 % der Gesundheitsdaten unstrukturiert und in Hunderten von Formen gespeichert, etwa als Laborergebnisse, Bilder und medizinische Protokolle. Die schiere Größe dieses Datenbergs erfordert für seine Bewältigung leistungsstarke Big-Data-Analysesysteme sowie profunde Lernfähigkeiten, um nützliche Erkenntnisse zu generieren. Vor diesem Hintergrund gaben die Technologieriesen Apple und IBM erst letzte Woche bekannt, dass sie sich zusammengetan haben, um Big-Data-Analytik auf dem Gebiet der digitalen Gesundheit anzuwenden. Dieser Ausflug in den Gesundheitssektor ist nichts Neues für das Unternehmen IBM, das mit Watson Health bereits eine globale Cloud für Gesundheitsanalytik betreibt. Computerworld.com zufolge ermöglicht der Deal mit Apple jedoch eine noch genauere Datenerfassung. Die Plattform wird nun auch mithilfe von iOS-Apps wie Apples ResearchKit und HealthKit Gesundheitsdaten speichern. IBM gibt an, dass es die Gesundheitsdaten entpersonalisieren und in „einem sicheren, skalierbaren Cloud-System speichern wird, das Forschern ermöglicht, die Daten in einer offenen Umgebung abzurufen und auszutauschen und auf die Data-Mining- und prädiktiven Analytik-Funktionen von IBM zurückzugreifen.“ The Inquirer zufolge wird IBM im Hinblick auf die Optimierung von medizinischen Geräten auch mit Johnson & Johnson und Medtronic zusammenarbeiten, um die Daten zu sammeln, die von den Supercomputern des Konzerns bewältigt werden sollen. Das Endziel besteht unter anderem darin, die Terabyte an Daten zu analysieren und zu nutzen, die jeden Tag von persönlichen Fitness-Geräten und Mobiltelefonen gesammelt werden. The Inquirer kommentiert: „Es ist zu hoffen, dass die Analyse dieser Daten auf Basis einer Einverständniserklärung Watson und ResearchKit ermöglichen wird, noch schneller Lösungen für Gesundheitsprobleme zu finden, indem Muster in den Daten erkannt werden, wenn diese vielleicht mit bestimmten Altersgruppe oder demographischen Kategorien verglichen werden.“ Sind auch die politischen Entscheidungsträger der Meinung, dass Big Data die medizinische Versorgung verbessern können? Pēteris Zilgalvis, Leiter des Referats IKT für Gesundheit und Wohlbefinden bei der Europäischen Kommission, erklärt in einem Statement für Himss Insights Volume 3: „Big Data haben das Potenzial, bei der Transformation der medizinischen Versorgung eine wichtige Rolle zu spielen. Die Analyse von unterschiedlichen und höchst dynamischen Daten wird verschiedenen Bereichen wie der epidemiologischen Forschung oder der Früherkennung und Prävention von Krankheiten zugutekommen. Indem wir von einem Berichtsansatz (Was ist geschehen?) zu einem vorausschauenden Ansatz (Was wird geschehen?) übergehen, schaffen Big Data ein neues Wissenszeitalter in der Welt der medizinischen Versorgung.“

Länder

Belgien

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