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Roboter erleichtern die Arbeit im europäischen Schiffsbau

EU-finanzierte Forscher entwickelten einen preisgekrönten Roboter, der schwierige Arbeiten in den herausfordernden Umgebungen des Schiffsbaus ausführen wird, die bisher von Hand erledigt werden mussten.

Große teilstrukturierte Produktionsflächen stellen für die Mobilität und Zuverlässigkeit von Robotern eine erhebliche Herausforderung dar. Dies ist mit Sicherheit auch im modernen Schiffsbau der Fall, bei dem vorgefertigte Sektionen eine wichtige Rolle spielen. Sich über mehrere Decks erstreckende Segmente von Rumpf und Aufbauten werden in Schiffswerften gebaut, zum Baudock transportiert und dann in Position gehoben. Dies wird Blockbauweise genannt und ist mit mühsamer, repetitiver und potentiell gefährlicher manueller Arbeit verbunden. Die Automatisierung erwies sich in solchen komplexen Arbeitsumgebungen bis heute als schwer erreichbar, und im CARLOS-Projekt, das im August 2015 offiziell abgeschlossen wurde, sollten anpassbare Roboterlösungen entwickelt werden, um Abhilfe zu schaffen. In Vorerprobungen wurden positive Ergebnisse erzielt. Es wurde belegt, dass der im CARLOS-Projekt entwickelte Roboterprototyp in der Lage ist, bestimmte Arbeitsschritte durchzuführen und innerhalb der Schiffblöcke halbautonom zu navigieren. Mithilfe der Informationen aus einer Datei für rechnergestützte Konstruktion kann der Roboter automatisch Lichtbogen-Bolzenschweißvorgänge durchführen und Kabinenwände mit Informationen versehen, um die Ausrüstungsvorgänge durch das Personal zu unterstützen. Zu diesem Zweck sind am Roboterarm eine Drehvorrichtung und eine kommerziell erhältliche Schweißpistole befestigt. Der Durchbruch konnte dank kürzlich erzielter Fortschritte in der kooperativen mobilen Robotik in komplexen industriellen Szenarien erreicht werden. Auch die innovative Anwendung bereits vorhandener Technologie trug zum Erfolg bei. So wurde im CARLOS-Projekt erfolgreich ein finaler Prototyp entwickelt, der Arbeiten innerhalb von Blöcken der Decksaufbauten von Schiffen durchführen kann. Diese Innovation verspricht, den modernen Schiffsbau sicherer und effizienter zu machen. Der Roboter könnte zudem in anderen industriellen und zivilen Bausektoren zum Einsatz kommen, in denen Metallstrukturen verarbeitet werden. Auf diesem Weg wird das Projekt die Marktposition europäischer KMU verbessern, welche mechatronische, sensorische und elektronische Technologien für industrielle Anwendungen entwickeln, ausliefern und integrieren. Die im CARLOS-Projekt geleistete Arbeit erhielt bereits Anerkennung durch die Industrie, als sie beim nationalen portugiesischen Robotik-Wettbewerb „FreeBots“, bei dem im Rahmen des Festival Nacional de Robótica die modernsten FuE-Ergebnisse präsentiert werden sollen, mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde. Die spezifischen Anforderungen an die Prozess-Sensorik (etwa zur genauen Ausrichtung des Werkzeugs) wurden definiert und so die Tauglichkeit der für die Arbeitsvorgänge ausgewählten Komponenten bestätigt. Durch eine erfolgreiche Automatisierung des Lichtbogenbolzenschweißens und der Markierung für Ausrüstungsvorgänge im Schiffsbau erhoffen sich die CARLOS-Forscher Produktivitätssteigerungen, Fehlerverminderungen und die Wettbewerbsfähigkeitsverbesserungen für den europäischen Schiffsbau und andere zivile Unternehmen der Baubranche. Weitere Informationen erhalten Sie unter: CARLOS-Projektwebsite

Länder

Spanien

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