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Das Ressourcenpotenzial unentdeckter Mineralvorkommen erschließen

Im Zuge einer EU-Initiative wurden an mehreren Standorten Tests durchgeführt, um die Zukunft der Rohstoffexploration zu sichern.

Industrielle Technologien

Rohstoffe wie Nickel sind von zentraler Bedeutung für die Produktion von Batterien, die als Schlüsseltechnologie für die emissionsarme Mobilität und Kreislaufwirtschaft gelten. Da die Nachfrage nach Batterien in den nächsten Jahren exponentiell steigen soll, wird die Entstehung einer wettbewerbsfähigen und nachhaltigen Industrie für die Batterieherstellung wichtiger denn je. Das EU-finanzierte Projekt INFACT (Innovative, Non-invasive and Fully Acceptable Exploration Technologies) stellt sich durch die Entwicklung und Erprobung innovativer und sozialverträglicher Explorationstechniken dieser Herausforderung. Auf der Projektwebsite wird eine Erweiterung der Explorationsmöglichkeiten gefordert, um den EU-weiten Vorrat an strategischen Mineralien auszubauen. „Die Chancen für erfolgreiche Explorationen werden durch die Förderung einer effizienten, nachhaltigen und aktiven Explorationsbranche optimiert. Ermöglicht wird dies durch die Konzentration auf Orte mir höchster Priorität (hohes Vorkommen kritischer Rohstoffe; geringes Investitionsrisiko).“ Einer auf der Website „Phys.org“ veröffentlichten Pressemitteilung zufolge hat das Projektteam erste Versuche an drei Standorten in Deutschland (Geyer), Spanien (Cobre Las Cruces, Sevilla und Minas de Ríotinto, Huelva) und Finnland (Sakatti) abgeschlossen. Im August und September 2018 unternahm das Team an allen Standorten Helikopterflüge, um ein gutes geologisches Verständnis für die Regionen zu erhalten. Wie auf der Projektwebsite erläutert wird, werden im Rahmen des Projekts auch Flugzeuge und Drohnen zum Einsatz kommen. Ziel ist die Entwicklung eines Systems zur Technologiezertifizierung. In der gleichen Pressemitteilung heißt es weiter: „Das Projekt befindet sich zwar aktuell noch in einer frühen Kampagnenphase, das INFACT-Team überlegt jedoch bereits, wie die jeweiligen Referenzstellen langfristig dem technischen Fortschritt dienen können.“ Neue Technologien Die Partner sind der Überzeugung, dass die Technologien weniger invasiv als klassische Explorationsmethoden sind. Laut der Projektwebsite ist INFACT „auch an die Plattformen für geologische Untersuchungen gerichtet, von denen die Technologien genutzt werden. Dabei liegt der Fokus auf Drohnen mit mehreren Sensoren, die verschiedene Explorationsmethoden einbeziehen und womöglich zu den aufregendsten Innovationen bei der Exploration von Mineralien zählen sollen“. Zu den neuen Technologien, die zahlreiche Parameter einschließen, gehören Magnetik, Elektromagnetik und Infrarotspektroskopie. Auf der Projektwebsite heißt es außerdem: „Die Partner werden neue Technologien für die Exploration von Mineralien, wie supraleitende Sensoren bzw., genauer gesagt, supraleitende Quanteninterferenzdetektoren (SQUID), einsetzen. Dabei handelt es sich um die empfindlichsten Magnetfeldsensoren für geophysikalische Anwendungen, deren außergewöhnliche Leistung bei diesem Projekt demonstriert wird.“ Die Partner hoffen, dass auch andere Bereiche wie die Hydrogeologie und die Umweltüberwachung von den innovativen INFACT-Technologien profitieren können. Der Schwerpunkt des laufenden INFACT-Projekts liegt auf der Einbeziehung von Interessengruppen, um sie auf nachhaltige Explorationsmethoden aufmerksam zu machen. Den Informationen auf der Projektwebsite zufolge könnten „verbesserte Betriebslizenzen den Zugang zu aussichtsreichen Gebieten nach sich ziehen, die aufgrund des sozialen Widerstands weitgehend unerforscht sind“. Außerdem soll im Rahmen von INFACT eine „Entdeckungskarte“ entwickelt werden, mit der die EU zu einem „attraktiveren Ziel“ für den Bergbau und Investoren werden soll. Weitere Informationen: INFACT-Projektwebsite

Länder

Deutschland

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