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Busquin: ACARE-Treffen ein erster Schritt in Richtung EFR

Das erste Treffen der neuen Beratergruppe für Luftfahrtforschung in Europa (Advisory Council for Aeronautics Research in Europe, ACARE) am 19. Juni auf der Pariser Luftfahrtausstellung sei der "allererste Schritt hin zum Europäischen Forschungsraum [EFR] in der Luftfahrt", so ...

Das erste Treffen der neuen Beratergruppe für Luftfahrtforschung in Europa (Advisory Council for Aeronautics Research in Europe, ACARE) am 19. Juni auf der Pariser Luftfahrtausstellung sei der "allererste Schritt hin zum Europäischen Forschungsraum [EFR] in der Luftfahrt", so Forschungskommissar Philippe Busquin bei der Eröffnung des Treffens. Die Gründung von ACARE geht auf die Empfehlung der Autoren des Berichts "Vision für 2020" zurück, der sich damit beschäftigt, wie Europa bis zum Jahre 2020 führend in der Luftfahrt werden kann. Aufgabe der Gruppe ist die Aufstellung eines strategischen Forschungsplans (Strategic Research Agenda, SRA), der als Richtschnur für die Planung von Forschungsprogrammen dienen soll. Die Gruppe kommt zweimal im Jahr zusammen, um ihre Aufgaben neu festzulegen. "Ich erwarte von den ACARE-Mitgliedern, dass sie ihre Aufgabe unter Wahrung der notwendigen Unabhängigkeit und Autorität erfüllen und sich auf Maßnahmen zur Lösung mittel- bis langfristiger Herausforderungen konzentrieren", sagte Busquin. Gegenüber CORDIS News betonte das Kommissionsmitglied, dass seine Vision für die Luftfahrt nicht auf das nächste Rahmenprogramm beschränkt sei: "Das nächste Rahmenprogramm ist nur ein Aspekt dieser Angelegenheit, denn es handelt sich um eine Vision für 2020, eine Maßnahme im Rahmen des Europäischen Forschungsraums". Um darzulegen, warum die Luftfahrt von der Europäischen Kommission als Forschungsschwerpunkt gewählt wurde, erklärte Busquin gegenüber CORDIS News: "Die Luftfahrt hat einen hohen Stellenwert, denn Luftfahrt ist Hightech, und es ist sehr wichtig, in Europa ein hohes Technologieniveau zu halten. Außerdem stehen wir in Konkurrenz zu den USA und in geringerem Maße zu anderen Ländern." Daher müsse Europa seinen Rang in der Welt verteidigen, so Busquin. Jim Rose, ACARE-Mitglied und CEO von Rolls Royce, betonte, Forschung sei wichtig, denn "Luftfahrt ist ein globales Geschäft mit überwiegend lokalen Auswirkungen". Damit meint er die Umweltbelastung durch Lärm und Abgase, die laut Vision 2020 in den nächsten 20Jahren deutlich gesenkt werden. "Die Rahmenprogramme sind der Schlüssel zum Erwerb der notwendigen Technologie zur Entwicklung der Vision", sagte Rose. Mit Blick auf das vorgeschlagene Budget für die Luftfahrt meinte er jedoch, es bestünde noch Hoffnung, dass es nach oben korrigiert werden könne. Auch der DLR-Vorsitzende Walter Kröll bezeichnete die europäischen Programme als sehr wichtig. Wie er betonte, sei eine gemeinsame Vorgehensweise der "Schlüssel", dies bedeute jedoch nicht eine lange Liste unterschiedlicher Interessen, sondern gemeinsame Ziele. "Europa muss seine Chancen nutzen", sagte er. Zu den möglichen Ergebnissen von ACARE meinte Patrice Parisé aus dem französischen Verkehrsministerium gegenüber CORDIS News, die Gruppe komme einem tatsächlichen Bedürfnis nach. "Da es weder eine Struktur, einen Ausschuss noch eine ähnliche Einrichtung gibt, die aufzeigen könnte, welche zukünftigen Anforderungen zurzeit absehbar sind, halte ich die Unterstützung der Kommission und der Regierungen bei der Entscheidungsfindung über die Finanzierung von Forschungsmaßnahmen für den richtigen Schritt", sagte Parisé. Erik Van Nuffel, Generaldirektor für den Bereich Zivilluftfahrt im belgischen Kommunikations- und Infrastrukturministerium, begrüßte ebenfalls die Gründung von ACARE. Nach seinem Dafürhalten sollten jedoch auch andere Beteiligte wie etwa Crews, Piloten und Passagiere berücksichtigt werden.