Die Verbindungen zwischen Sitzen und Typ-2-Diabetes
Das EU-finanzierte Projekt SEDIAB (The effect of a sedentary lifestyle on type 2 diabetes and its complications) beleuchtete die Beziehung zwischen und die Rolle von sitzendem Lebensstil und körperlicher Aktivität bei Typ-2-Diabetes sowie mit den damit verbundenen Komplikationen. Die Ergebnisse dieser Studie werden sowohl den Bereich der Bewegung als auch der Diabetes vorantreiben. Im Rahmen des Projekts wurden die Determinanten des sitzenden Verhaltens unter Verwendung von Daten aus der AGES-Reykjavik Studie genau durchleuchtet. Die Ergebnisse zeigten, dass bestimmte Determinanten des mittleren Lebensabschnitts mit erheblich mehr pro Tag im Sitzen verbrachter Zeit im Alter über einen Zeitraum von drei Jahrzehnten verbunden sind. Die Studie hat ergeben, dass Singledasein, niedriger Bildungsstand, ärmere Verhältnissen, Fettleibig und Herzerkrankungen in der Lebensmitte mit einer vermehrten Sitzzeit im Alter assoziiert waren. Mit Daten aus der Maastricht-Studie(öffnet in neuem Fenster) wurde die Assoziation zwischen sitzendem Verhalten und Diabetes-Status untersucht. Die Ergebnisse zeigten, dass unter etwa 2.500 Studienteilnehmern im Alter von 40 bis 75 Jahren die Patienten mit Typ-2-Diabetes deutlich mehr Zeit ohne Bewegung verbrachten als Personen ohne Diabetes. Bei der Untersuchung von Menge und Muster des Sitzens in Verbindung mit Diabetes haben die Forscher gezeigt, dass jede weitere Stunde mit einem 22% erhöhtes Risiko verbunden war sitzt unabhängig von hoher Intensität körperlicher Bewegung. Darüber hinaus verbesserten 30 Minuten, die pro Tag zusätzlich im Stehen oder mit körperlicher Aktivität verbracht werden, kardiometabolische Risikofaktoren wie Taillenumfang und Blutdruck. Dies deutet darauf hin, dass sitzendes Verhalten eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Typ-2-Diabetes spielt. Daher kann die Reduzierung der Zeit, die im Sitzen verbracht wird, eine bedeutende Rolle bei der Vorbeugung von Typ-2-Diabetes spielen. Derzeit untersuchen die Forscher den Zusammenhang zwischen sitzendem Verhalten und mikro- und makrovaskulären Komplikationen von Typ-2-Diabetes wie etwa Gefäßsteifigkeit und Nierenfunktion. Bisher wurden drei Artikel veröffentlicht und weitere wurden eingereicht. SEDIAB vermehrte das Wissen über sitzendes Verhalten als zunehmender Risikofaktor für die Gesundheit. Die Ergebnisse werden sich sowohl auf Leitlinien für körperliche Aktivität als auch auf Empfehlungen für die Prävention von Typ-2-Diabetes auswirken.