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Inhalt archiviert am 2023-01-01

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Transnationale Zusammenarbeit führt zu Durchbruch bei der Entdeckung der Genfunktionen

Ein gemeinsames Forschungsprojekt zwischen Wissenschaftlern aus dem Vereinigten Königreich und Dänemark hat einen bedeutenden Durchbruch bei der Entschlüsselung der Geheimnisse des menschlichen Genoms erzielt. Die Arbeit wurde von Wissenschaftlern, die am Wellcome Trust Bioc...

Ein gemeinsames Forschungsprojekt zwischen Wissenschaftlern aus dem Vereinigten Königreich und Dänemark hat einen bedeutenden Durchbruch bei der Entschlüsselung der Geheimnisse des menschlichen Genoms erzielt. Die Arbeit wurde von Wissenschaftlern, die am Wellcome Trust Biocentre der Universität Dundee - das von der britischen Research Assessment Exercise (Forschungsbewertung) für seine internationale Forschung eine Bewertung von fünf Sternen erhielt - tätig sind, in Zusammenarbeit mit Forschern an der Universität Odense in Dänemark durchgeführt. Die Wissenschaftler identifizierten über 270 menschliche Proteine in einem als "Nucleolus" bezeichneten Teil der Zelle, in dem sich der Mechanismus zur Herstellung von Proteinen befindet. Als Ergebnis dessen wurden nun 18 neue menschliche Gene kategorisiert. Die kürzlich erfolgte Sequenzierung des menschlichen Genoms beschrieb die Gene, die alle Menschen in ihren Zellen tragen, aber sie gab keinen Aufschluss über die Funktionen der meisten dieser Gene noch darüber, wo in der Zelle sie agieren. Professor Angus Lamond, der das Team an der Fakultät für Biowissenschaften der Universität Dundee leitete, sagte, die Arbeit sei ein großer Schritt vorwärts, da "das Humangenom-Projekt [zur Kartierung des menschlichen Genoms] zwar den grundlegenden Schlüssel der DNA beschrieb, uns aber nichts über ihre Funktionen sagte". Er erläuterte, dies sei in etwa so als habe man eine Bibliothek, in der man alle Bücher kennt, aber keine Möglichkeit, diese zu klassifizieren. Er erklärte, die Identifizierung von Proteinen im Nucleolus werde es Wissenschaftlern ermöglichen, die Proteine zu isolieren, die von einer Krankheit betroffen sind, und diese mit Medikamenten zu behandeln. Die Entdeckungen könnten wichtige Auswirkungen auf die zukünftige medizinische Therapie haben. "Das Humangenom-Projekt war ein Anfang, nicht das Ende", meinte er. Professor Matthias Mann, der das dänische Forschungsteam leitete, beschrieb die Arbeit als "eine bedeutende technische Errungenschaft und die größte Studie dieser Art, die bisher durchgeführt wurde". Professor Lamond, der von 1987 bis 1995 am Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL) in Heidelberg arbeitete und Präsident seines Alumni-Vereins ist, meinte, die Zusammenarbeit mit den dänischen Wissenschaftlern sei ein gutes Beispiel für die Art von Kooperation gewesen, die Forschungskommissar Philippe Busquin für den Europäischen Forschungsraum vorsieht. "Ich unterstütze es, dass Beschränkungen für die Zusammenarbeit abgebaut werden sollen", erklärte er.

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