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Inhalt archiviert am 2023-01-13

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Neue Chemikalienpolitik wird Umweltgruppen zufolge Innovation fördern

In einem Diskussionspapier des WWF (World Wildlife Fund) und des Europäischen Umweltbüros (EUB) wird behauptet, dass die neue Chemikalienpolitik der EU die Innovation fördern wird. Die Kommission schließt derzeit den Entwurf eines Rechtsaktes ab, der auf die Schaffung eines e...

In einem Diskussionspapier des WWF (World Wildlife Fund) und des Europäischen Umweltbüros (EUB) wird behauptet, dass die neue Chemikalienpolitik der EU die Innovation fördern wird. Die Kommission schließt derzeit den Entwurf eines Rechtsaktes ab, der auf die Schaffung eines einheitlichen Systems abzielt, in dessen Rahmen sowohl vorhandene als auch neue Chemikalien registriert und bewertet werden müssen. Die neue Gesetzgebung wurde ausgelöst durch zunehmende Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Chemikalien und die Unfähigkeit des vorhandenen Systems, damit umzugehen. Das Papier wurde als Reaktion auf die Behauptungen der Industrie und einiger Regierungen, dass die neue Politik der chemischen Industrie Schaden zufügen werde, veröffentlicht. Es heißt darin, dass die Politik "in vielerlei Hinsicht ein Bilderbuchbeispiel für innovationsfreundliche Regulierung" ist, da sie der Wirtschaft nicht vorschreibe, welche Chemikalien sie herstellen oder welche Verfahren sie anwenden solle. Das Papier liefert außerdem Beispiele für die positiven Auswirkungen, die neue Vorschriften auf die Innovation hatten. Hierzu gehören ein Fall in Schweden in den 70er und Anfang der 80er Jahre, als strenge Emissionsvorschriften in Kombination mit einer erhöhten Sensibilität der Verbraucher die Hersteller zwangen, die Verwendung von Chlorgas beim Bleichen von Papier schrittweise einzustellen. Dies spornte die schwedische Papierindustrie zur Entwicklung neuer, umweltfreundlicherer Verfahren an, die seither in die ganze Welt exportiert wurden. Hunderte von gefährlichen Chemikalien sind bereits unter der Leitung der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) der Kommission klassifiziert, etikettiert und bewertet worden. Das Fachwissen der GFS wird für die Entwicklung und Umsetzung der neuen Gesetzgebung wertvoll sein ebenso wie bei der Sicherstellung von Kontinuität zwischen den alten und neuen Systemen in der Übergangsphase der Einrichtung einer neuen zentralen Stelle zur Kontrolle von Chemikalien in Europa, wie die Kommission vorschlagen wird. Das neue System könnte zu einer Verstärkung der Tierversuche führen, da derzeit nur wenige alternative Testverfahren zur Verfügung stehen. Die Kommission betont daher die dringende Notwendigkeit, alternative Methoden zu entwickeln, für die weniger oder gar keine Tiere verwendet werden, die aber gleichzeitig ausreichende Informationen liefern, um zu bewerten, ob eine Substanz gefährlich ist oder nicht. Das Zentrum für die Validierung von Alternativmethoden (ECVAM) der GFS spielt eine bedeutende Rolle bei der Validierung alternativer Testmethoden. Eine solche Methode sind (quantitative Struktur-Aktivitätsbeziehungen ([Q]SAR) - ein Computermodell, das in der Lage ist, die chemische Toxizität auf der Grundlage der chemischen Struktur vorherzusagen. Die GFS hat gemeinsam mit der Industrie und den Mitgliedstaaten Pläne entwickelt, um dieses Konzept in Zukunft zu fördern.

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