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Transnational Migration in Transition: Transformative Characteristics of Temporary Mobility of People

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Temporäre grenzüberschreitende Migration in Europa und Asien

Ein Team aus europäischen und asiatischen Institutionen widmete sich der Untersuchung der temporären Zu- und Abwanderung zwischen Asien und Europa. Die Forschungsarbeit ergab Unterschiede zwischen den beiden Regionen: Asien tritt einladender auf, während Europas restriktive Politik und die Bevorzugung qualifizierter Migranten gesellschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen.

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Neben der dauerhaften Migration gewinnt die temporäre Zu- und Abwanderung zwischen Europa und Asien (Wirtschaftsflüchtlinge, hochqualifizierte Fachkräfte, internationale Studentinnen und Studenten usw.) zunehmend an Bedeutung. Das EU-finanzierte Projekt EURA-NET (Transnational migration in transition: Transformative characteristics of temporary mobility of people) beschrieb ausführlich die gegenwärtige Situation und die Strategien im Zusammenhang mit temporärer Migration sowie deren politische Auswirkungen. Forscherinnen und Forscher befragten politische Entscheidungsträger aus der EU, nationale politische Entscheidungsträger in 11 asiatischen und europäischen Ländern sowie an die 900 einzelne Migrantinnen und Migranten. An den Resultaten ließ sich ablesen, dass Konzeption und Umsetzung von politischen Strategien Sicherheitsbedenken, Arbeitsmarktbedürfnisse und demografische Probleme widerspiegeln. Das Team schlussfolgerte, dass sich Strategien in Bezug auf temporäre Migration im asiatischen und europäischen Umfeld unterscheiden. Im Allgemeinen begrüßen asiatische Länder temporäre Migranten aus Europa, auch wenn Institutionen und Strategien hinsichtlich des Aufenthalts und der Beschäftigung nicht gut ausgebaut sind. Im Gegensatz dazu spiegeln sich europäische Bedenken in Hinsicht auf Einwanderung in zunehmend restriktiveren und selektiveren Richtlinien wider. Verschiedene nationale Strategien spiegeln nicht unbedingt die Realität des Arbeits- und Fachkräftemangels in einigen Sektoren wider. Die strenge politische Regulierung verstärkt außerdem die irreguläre Migration. Beispiel ist die Flüchtlingskrise von 2015, während der sich die große Anzahl von in der Türkei und Griechenland ankommenden irregulären Migranten zu einer humanitären Krise entwickelten. Die Situation mündete in zunehmend nach innen gerichteten nationalen Taktiken und hat es zu einer noch größeren Herausforderung werden lassen, einen EU-weiten Konsens zu finden. Die Wissenschaftler fanden überdies heraus, dass die Idee einer temporären Migration die Notwendigkeit der Integration zunichte macht. Sowohl asiatische als auch europäische Länder sehen sich ernsthaften Problemen mit ihrer Integrationspolitik gegenüber, von denen Sprachbarrieren die größten Probleme darstellen. Die europäischen Länder scheinen über keine Strategien in Sachen Rückkehrmigration zu verfügen, während insbesondere in China derartige Strategien sich als wirtschaftlich vorteilhaft erwiesen haben.

Schlüsselbegriffe

grenzüberschreitende Migration, qualifizierte Migranten, EURA-NET, Übergang, temporäre Mobilität

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