ESA-Mitgliedstaaten sichern Unterstützung für Ariane zu
Die Mitgliedstaaten der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA) haben die Bereitstellung zusätzlicher Mittel vereinbart mit dem Ziel, das Ariane 5-Programm zu fördern und die Entwicklung zukünftiger Raumfahrzeugträger voranzutreiben. Die Entscheidung über die zusätzliche finanzielle Unterstützung für die Ariane 5-Rakete, bei der in jüngster Zeit technische Probleme sowie ein Rückgang auf dem weltweiten Markt für Raumfahrzeugträger zu verzeichnen waren, wurde anlässlich der Tagung des ESA-Rats am 4. Februar in Paris einstimmig getroffen. Der ESA-Rat bewilligte Finanzmittel in Höhe von 960 Millionen Euro für das Programm für den Garantierten Zugang Europas zum Weltraum (EGAS), über das insbesondere Arianespace bei der fortlaufenden Produktion der Trägerrakete der Ariane 5-Familie unterstützt wird. Darüber hinaus wurde ein Erstbudget von 24 Millionen Euro für Konzeptstudien für einen neuen europäischen Raumfahrzeugträger nach Ariane 5 genehmigt. Der Generaldirektor der ESA Jean-Jacques Dordain erklärte: "Europa kann nun hoch hinaus: Wir haben einen weltweit anerkannten Raumfahrzeugträger, und die Vorbereitung künftiger Entwicklungen kann anlaufen. [...] Einmal mehr haben die Mitgliedstaaten gezeigt, dass sie, wenn es um die Zukunft Europas geht, die Kraft haben, die Schwierigkeiten zu überwinden und zur richtigen Zeit die richtigen Entscheidungen zu treffen." Des Weiteren verabschiedete der ESA-Rat eine Kooperationsvereinbarung mit Russland, die den Rahmen für das Programm für die Sojus im Raumfahrtzentrum Guayana bildet. Im Rahmen der Vereinbarung sollen die in Russland gebauten Raketen vom ESA-Raumfahrtzentrum in Kourou, Französisch-Guayana, unter der Leitung von Arianespace starten. Die ESA und Russland vereinbarten darüber hinaus ein Gemeinschaftsvorhaben für die Entwicklung künftiger Raumfahrzeugträger. Am selben Tag kündigte die ESA an, dass ein Name für den Lander gefunden wurde, der nach seiner zehnjährigen Reise an Bord der Raumsonde Rosetta auf dem Kometen Tschurjumow-Gerasimenko landen soll. Das Landegerät wird Philae heißen. Philae ist eine Insel im Nil, auf der ein Obelisk gefunden wurde, der dem französischen Ägyptologen Jean-François Champollion die letzten Hinweise zur Entschlüsselung der Hieroglyphen auf dem Stein von Rosette und damit zur Lüftung der Geheimnisse des antiken Ägyptens gab. Die an der Entwicklung des Landers beteiligten vier Hauptpartner hatten in ihren Ländern Wettbewerbe veranstaltet, um den passendsten Namen zu finden. "Philae" wurde von der 15-jährigen Serena Olga Vismara aus Mailand, Italien, vorgeschlagen.