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Inhalt archiviert am 2023-01-20

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Bei einem britischen Festival werden Stimmen nach mehr öffentlichem Engagement der Wissenschaft laut

Den Teilnehmern am "Festival of Science" des britischen Verbands für die Förderung der Wissenschaft (BA) wurde am 6. September erklärt, dass sich Wissenschaft, Industrie und Politiker noch effizienter mit der Öffentlichkeit über die Frage aufkommender Wissenschaften und Techno...

Den Teilnehmern am "Festival of Science" des britischen Verbands für die Förderung der Wissenschaft (BA) wurde am 6. September erklärt, dass sich Wissenschaft, Industrie und Politiker noch effizienter mit der Öffentlichkeit über die Frage aufkommender Wissenschaften und Technologien auseinandersetzen müssen. Als Lord Sainsbury, der britische Minister für Wissenschaft und Innovation, die neue Agenda der britischen Regierung für Wissenschaft und Gesellschaft darlegte, argumentierte er, dass die Wissenschaft für den Wohlstand sehr wichtig ist und dass neue Technologien der Gesellschaft insgesamt zugute kommen. Doch er warnte, dass solche Technologien auch neue Probleme hinsichtlich Ethik, Sicherheit, Gesundheit und Umwelt aufwerfen, die umfassend erörtert werden müssen, bevor diese Technologien auf den Markt kommen. "Neue Technologien schaffen neue und interessante Möglichkeiten, können aber auch Besorgnisse und Ängste wecken", meinte Lord Sainsbury. "Bei der Agenda für Wissenschaft und Gesellschaft geht es um eine Reihe umfassender Debatten, um die Auswirkungen der neuen Technologien auf Ethik, Sicherheit, Gesundheit und Umwelt zu untersuchen." "Wir brauchen viel mehr Überlegungen und Gespräche zwischen Wissenschaftlern, Industrie und der Regierung sowie der Öffentlichkeit über die regulatorischen Fragen, die durch neue Technologien aufgeworfen werden", fügte er hinzu. Die BA Vorsitzende Professor Dame Julia Higgins teilte die Ansichten des Ministers. Frau Professor Higgins argumentierte, dass die Öffentlichkeit wenig Kontrolle über den Einsatz der Wissenschaft hat und auch alle schlechten Folgen ihrer Anwendungen tragen muss, obwohl vor allem sie das Geld für die Finanzierung der Wissenschaft aufgebracht hat. "Dies ist ein Ungleichgewicht zwischen Risiko und Kontrolle, und wenn man vielen der derzeitigen Berichte in den Medien glaubt, ist die Öffentlichkeit mit diesem Ungleichgewicht zunehmend unzufrieden", erklärte Frau Professor Higgins. "Wir können keine Volksbefragung zur Finanzierung jedes neuen Stückchens Forschung durchführen, aber mir scheint, dass wir neue Wege finden müssen, um die Belange der Öffentlichkeit in diesen Prozess miteinzubeziehen und ernsthafte Debatten über ernsthafte wissenschaftliche Fragen zu fördern, so dass die Ansichten der Öffentlichkeit in die politischen und kommerziellen Entscheidungen, die in ihrem Namen getroffen werden, miteinfließen können", fügte sie hinzu. Solche Debatten würden nach Ansicht von Frau Professor Higgins dazu beitragen, so vehemente Reaktionen der Öffentlichkeit in ihrem Fachbereich Nanotechnologie, wie sie gegenüber den genetisch modifizierten Organismen (GMO) auftraten, zu vermeiden. Als sie über ihre eigenen Erfahrungen sprach, meinte Frau Professor Higgings, dass sie zu Anfang nicht gedacht hatte, dass es eine Reaktion gegen Nanotechnologie geben würde. "Ich dachte, dies ist eine geradlinige Chemie mit inerten Stoffen: Was sollte es da für eine Gefahr geben? Und ich habe keinen Augenblick daran gedacht, dass wir hier mit sehr kleinen Teilchen arbeiten, die viel kleiner sind als diejenigen, die herkömmlicherweise in die Atmosphäre abgegeben werden. [...] Dann denkt man: Sollten wir über mögliche Probleme nachdenken, bevor sie wirklich zu Problemen werden und natürlich, bevor sie jemand anderes anspricht? Es lohnt sich, früh in die Debatte einzusteigen." "Nur durch die Aufnahme eines echten Dialogs, in dem die Risiken eingestanden und die möglichen Vorteile neuer Kenntnisse begrüßt werden, können wir Respekt und Vertrauen der Öffentlichkeit erhalten und es wieder herstellen, wo es erschüttert wurde", schloss Frau Professor Higgins. Im Rahmen der Bemühungen der britischen Regierung um die Förderung einer stärkeren Beteiligung der Öffentlichkeit an der Wissenschaft kündigte Lord Sainsbury neue Mittel in Höhe von 1,75 Millionen Euro für Projekte an, die einen Dialog zwischen Wissenschaftlern und der Öffentlichkeit erleichtern sollen. Mit diesen Mitteln werden Projekte in Bereichen gefördert, die die Regierung als kritische Bereiche für Wissenschaft und Technologie ausgemacht hat: immer intelligentere Computersysteme, Nanotechnologie, Verständnis der Abläufe im Gehirn, Tiere und medizinische Forschung, Energie und Klimaveränderung sowie Vertrauen und Sicherheit beim Einsatz von IT und Internet.

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