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Kommission stellt 8 Millionen Euro für europäisches Bioinformatik-'Datengrid' bereit

Nach der Einrichtung eines Exzellenznetzwerks, das damit beauftragt wurde, die Art und Weise, in der biologische Daten für Wissenschaftler verfügbar gemacht werden, zu standardisieren, verbessert sich der Zugang zu biologischen Informationen derzeit erheblich. Das Exzellenzn...

Nach der Einrichtung eines Exzellenznetzwerks, das damit beauftragt wurde, die Art und Weise, in der biologische Daten für Wissenschaftler verfügbar gemacht werden, zu standardisieren, verbessert sich der Zugang zu biologischen Informationen derzeit erheblich. Das Exzellenznetzwerk EMBRACE wird mit 8,3 Millionen Euro unter dem vorrangigen Themenbereich 'Biowissenschaften, Genomik und Biotechnologie im Dienste der Medizin' des Sechsten Rahmenprogramms (RP6) der EU bezuschusst. Das Konsortium besteht aus Bioinformatikern von 17 Instituten aus 11 Ländern und wird vom European Bioinformatics Institute koordiniert. Wissenschaftler benötigen heutzutage Datenbanken, um die großen Mengen biologischer Informationen, die ständig generiert werden, zu archivieren und wiederzufinden. Spezialisierte Datenanbieter verwenden daher große Mühen darauf, Datenbankressourcen anzubieten, die benutzerfreundlich und gleichzeitig mit anderen Datenbanken vernetzt sind. Probleme gibt es jedoch, wenn unterschiedliche Datenanbieter verschiedene Verfahren für den Zugang zu ihren Ressourcen verwenden. Dies führt dazu, dass Forscher die gleiche Suche in verschiedenen Datenbanken durchführen müssen, um sämtliche relevanten Informationen zu einem bestimmten Thema zu erhalten. Aus diesem Grund wurde die EMBRACE-Initiative ins Leben gerufen, bei der Datenanbietern die Möglichkeit gegeben wird, durchsuchbare Interfaces einzurichten, die bestimmten gemeinsamen Standards entsprechen. Durch die Anwendung dieses Verfahrens auf Europas größte und meistgenutzte molekularbiologische Datenbanken wird das Konsortium ein 'Datengrid' schaffen und so den Wert dieser wichtigen Ressourcen maximieren. 'Viele erstklassige und leistungsstarke Bioinformatiktools werden nicht ausreichend genutzt', erklärt Konsortiumsmitglied Erik Bongcam-Rudloff von der schwedischen Universität Uppsala. 'Dank EMBRACE können wir ihr Potential durch die Standardisierung des Zugangs nun erschließen.' Neben dem Datengrid selbst hat das Konsortium zudem eine 'Technologiekontrolle' eingerichtet, um sicherzustellen, dass das Grid nicht auf einer Technologie basiert, die schnell überholt sein wird. Schließlich werden die Mitglieder des EMBRACE-Konsortiums versuchen, die Informationen über ihre Arbeit so weit wie möglich zu verbreiten, um sicherzustellen, dass Wissenschaftler nicht nur die neue Technologie nutzen, sondern auch dazu beitragen, das Datengrid durch die 'Gridfähigkeit' ihrer eigenen Datenressourcen zu erweitern.

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