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Inhalt archiviert am 2023-03-01

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Emotionales Design: Form, Funktion und Gefühl

Ein von der EU finanziertes Projekt sammelt und bewertet Werkzeuge, die die emotionalen Bedürfnisse der Verbraucher erfassen und in den Designprozess integrieren und somit eine Brücke zwischen Nutzer, Design und Produktion bilden. Innovation ist teuer - aber nicht nur das: 4...

Ein von der EU finanziertes Projekt sammelt und bewertet Werkzeuge, die die emotionalen Bedürfnisse der Verbraucher erfassen und in den Designprozess integrieren und somit eine Brücke zwischen Nutzer, Design und Produktion bilden. Innovation ist teuer - aber nicht nur das: 40 Prozent aller neuen Produkte setzen sich am Markt nicht durch. Auch wenn Funktionalität eine wesentliche Voraussetzung für Kundenzufriedenheit und Markterfolg eines Produkts ist und bleibt, so weisen doch verschiedene Entwicklungen darauf hin, dass das Produkterlebnis als treibende Kraft der Kaufentscheidung und Nutzung an Bedeutung gewinnt. Das Konzept "Qualität" geht heute über Funktionalität und Verwendbarkeit hinaus und umfasst auch die Erfüllung der subjektiven und emotionalen Lebensstilbedürfnisse der Menschen. Folglich besteht die Hürde bei der Markteinführung neuer und erfolgreicher Produkte nicht mehr in der Produktion sondern in den Produktspezifikationen, dem Design und dem Evaluierungsprozess. Wissensbasierte Veränderungen der Produktkonzeption gelten heute als wesentliche Faktoren für die Erhaltung und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der EU. Viele Branchen und Forschungsdisziplinen, zum Beispiel Verbraucherwissenschaften, Psychologie, Ergonomie, Industriedesign und Ingenieurwesen, reagieren auf diese Entwicklung. Aber weitere Anstrengungen sind vonnöten. Ein ganzheitliches Verfahren, das die vertikalen (Disziplinen) und horizontalen (Produkte/Dienstleistungen) Ansätze verbindet, fehlt noch. Darüber hinaus müssen Methoden entwickelt und standardisiert werden, die die emotionalen Bedürfnisse der Verbraucher erfassen und sie in den Designprozess integrieren. Das ENGAGE-Konsortium verfolgt genau dieses Ziel. Es baut eine Wissensgemeinschaft auf, indem es beispielhafte Verfahren für emotionales Engineering sammelt und deren Auswirkung auf den Markterfolg kommuniziert. Das Projekt ist eine Koordinierungsmaßnahme, die unter dem vorrangigen Themenbereich "Technologien der Informationsgesellschaft" (IST) des Sechsten Rahmenprogramms der EU finanziert wird. An dem Konsortium sind 21 Forschungszentren und Unternehmenspartner, unter anderem Kleinunternehmen, aus 9 europäischen Ländern beteiligt. Das Projekt soll in erster Linie eine adäquate Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Forschern und Praktikern auf diesem Gebiet - bisher eine Seltenheit - herstellen. ENGAGE arbeitet auch an der Dokumentation und Validierung von Methoden, die bei lokal erfolgreichen Produkten angewendet wurden, damit sie auf andere Szenarien übertragen werden können. Ein weiterer Aspekt des Projekts konzentriert sich darauf, die Industrie zu beraten, welche der neuen und konkurrierenden Methoden am besten für ihre spezifische Situation geeignet sind. Und schließlich integriert das Projekt auch das frühe Feedback der Nutzer in den wissensbasierten Designprozess - ein Aspekt, der oft mangelhaft definiert ist und dessen Ergebnisse zu spät in den laufenden Designprozessen ankommen.

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