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Elektronisches Hochgeschwindigkeitsnetz ermöglicht Austausch zwischen 45 Millionen Forschern in Europa und China

Die Europäische Kommission hat die Einrichtung eines neuen Hochgeschwindigkeitsnetzes angekündigt, das europäische und chinesische Forscher und Studenten verbinden soll. Das Projekt wird 4,15 Millionen Euro kosten und von der EU im Rahmen des Sechsten Rahmenprogramms (RP6), vo...

Die Europäische Kommission hat die Einrichtung eines neuen Hochgeschwindigkeitsnetzes angekündigt, das europäische und chinesische Forscher und Studenten verbinden soll. Das Projekt wird 4,15 Millionen Euro kosten und von der EU im Rahmen des Sechsten Rahmenprogramms (RP6), von China und den nationalen Forschungs- und Bildungsnetzen in Europa finanziert. Ziel dieses Projektes mit dem Namen ORIENT (Oriental Research Infrastructure to European NeTworks) ist die Förderung des Informationsflusses zwischen Europa und China. Dazu verbindet es das europäische Netzwerk GÉANT, das weltweit fortschrittlichste internationale Bildungs- und Forschungsnetz, mit den chinesischen Forschungsnetzwerken CERNET und CSTNET. Die Netzwerke werden in einer Landverbindung über Sibirien zusammengeführt und so über 200 chinesische Universitäten und Forschungsinstitute mittels einer Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 2,5 Gbit/s verbinden. "ORIENT macht eine echte internationale Zusammenarbeit in der Forschung möglich. Der geographische Standort wird dabei fast unerheblich", so Viviane Reding, EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien. "Der Zugang zu Anwendungen wie Telemedizin, digitalen Bibliotheken und elektronischem Lernen erleichtert es der Allgemeinheit wie auch Wissenschaftlern, akademische und kulturelle Brücken zwischen Europa und China zu schlagen. Zugleich wird ein offener Meinungs- und Wissensaustausch zwischen chinesischen und europäischen Forschern möglich." In Europa wird ORIENT von der 1993 gegründeten, gemeinnützigen Organisation DANTE verwaltet, deren Hauptziel die Planung, Errichtung und Verwaltung der Forschungs- und Bildungsnetze im Auftrag der nationalen Forschungs- und Bildungsnetze in Europa ist. In China übernimmt CERNET die Koordination. CERNET stellt Internetdienste für chinesische Universitäten, Institute, Schulen und andere gemeinnützige Organisationen bereit und bedient somit über 200 Standorte in 31 Provinzen auf dem chinesischen Festland. Es verfügt bereits über Verbindungen nach Nordamerika, Asien und in den Pazifikraum und umfasst an die 1.300 Hochschulen und Institutionen und rund 15 Millionen Endnutzer. CERNET übernimmt 50 Prozent der Kosten des neuen Netzwerkes, die übrigen 50 Prozent teilen sich das RP6 und die nationalen Forschungs- und Bildungsnetze in Europa. Eine Reihe von chinesisch-europäischen Forschungsprojekten ist bereits angelaufen und wird von ORIENT profitieren. EUChinaGrid, ein Grid-Computing-Projekt, verknüpft Computerressourcen in China und Europa und erleichtert den Transfer und die Verarbeitung von Daten zwischen den beiden Regionen. Im Rahmen des Radioastronomieprojekts EXPReS werden europäische Radioteleskope an chinesische angeschlossen.

Länder

China

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