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Bericht: Steigende Zahl von Wissenschaftlerinnen, jedoch nicht in der Wirtschaft

Die Europ�ische Kommission hat ihre j�ngsten Zahlen zur Beteiligung von Frauen in der Wissenschaft ver�ffentlicht. Diese best�tigen eine steigende Anzahl von Wissenschaftlerinnen bei gleichzeitigem Fortbestehen eines betr�chtlichen Geschlechterungleichgewichts. Die Brosch�re...

Die Europ�ische Kommission hat ihre j�ngsten Zahlen zur Beteiligung von Frauen in der Wissenschaft ver�ffentlicht. Diese best�tigen eine steigende Anzahl von Wissenschaftlerinnen bei gleichzeitigem Fortbestehen eines betr�chtlichen Geschlechterungleichgewichts. Die Brosch�re "She Figures 2006" gibt einen �berblick �ber die Situation im Jahr 2004 f�r Frauen in der Wissenschaft. Sie liefert Daten zur spezifischen Verteilung von M�nnern und Frauen in Besch�ftigungssektoren, Bildungsf�chern und -levels und untersucht den Umfang des Beitrags, den Frauen zur Entwicklung der wissenschaftlichen Agenda leisten. Der Bericht ist der zweite im Rahmen einer Reihe und liefert mehrere zus�tzliche Datens�tze zu "She Figures 2003", einschlieálich neuer Statistiken zu der Gehaltskluft zwischen den Geschlechtern in ausgew�hlten Wirtschaftssektoren. Im Jahr 2004 lag der Prozentsatz der Frauen mit PhD-/Doktorabschluss in der EU-25 bei 43 Prozent, eine Verbesserung gegen�ber der Situation im Jahr 1999, als der EU-Durchschnitt 38 Prozent betrug. Es ist auáerdem ermutigend festzustellen, dass diese Zuwachsrate h�her war als bei den M�nnern - sieben Prozent im Vergleich zu zwei Prozent bei den M�nnern. W�hrend die Erh�hung der Zahl der weiblichen Absolventen insgesamt viel versprechend aussieht, ist jedoch der Prozentsatz der als Forscherinnen und Ingenieurinnen besch�ftigten Frauen alarmierend. Im Jahr 2004 waren 44 Prozent der Erwerbst�tigen in der EU Frauen und zwischen 1998 und 2004 war ihre Beteiligungsrate schneller gestiegen als die der M�nner. Dagegen waren nur 29 Prozent der besch�ftigten Forscher und Ingenieure Frauen, wobei sich ihre Beteiligungsrate zwischen 1998 und 2004 wesentlich langsamer erh�hte als die der M�nner: 0,3 Prozent f�r Frauen im Vergleich zu zwei Prozent f�r M�nner. Bez�glich der Pr�senz von Frauen in den Sektoren der europ�ischen Wirtschaft lag dem Bericht zufolge der Anteil der Forscherinnen, die in der Wirtschaft und in Unternehmen t�tig sind, bei lediglich 18 Prozent im Jahr 2003 - eine Erh�hung um nur ein Prozent seit 1999. Dies sind laut Bericht beunruhigende Zahlen, wenn man ber�cksichtigt, dass die Wirtschaft der gr�áte F&E-Sektor (F&E - Forschung und Entwicklung) in den meisten L�ndern ist, der zwei Drittel der Finanzen bereitstellen muss, um das EU-Ziel von drei Prozent des BIP f�r F&E bis zum Jahr 2010 zu erreichen. F�r das Erreichen dieses Ziels w�rden auáerdem 700.000 zus�tzliche Forscher ben�tigt. Ein Defizit besteht auáerdem bei der Zahl der Frauen in leitenden Positionen, wobei nur 15 Prozent der insgesamt 35 Prozent von Frauen in der Hochschulbildung den h�chsten akademischen Grad besitzen. In Bezug auf F&E ist dem Bericht zufolge ein geringerer Anteil von Frauen als von M�nnern auf Forscherebene besch�ftigt. Bei den zwei niedrigeren Ebenen "Techniker" und "Sonstige" ist die Situation umgekehrt. Laut dem Bericht wirft dieser Trend die Frage auf, ob Frauen sich f�r Berufe entscheiden, f�r die sie tats�chlich �berqualifiziert sind, m�glicherweise als Kompromiss, der es ihnen erm�glicht, Berufs- und Familienleben unter einen Hut zu bekommen. Der Bericht schlieát mit der �berpr�fung des Beitrags von Frauen zur Entwicklung der wissenschaftlichen Agenda. Er kommt zu dem Ergebnis, dass M�nner bez�glich des Zugangs zu Finanzierung wesentlich h�here Erfolgsraten als Frauen haben, was den Erhalt von finanzieller Unterst�tzung angeht. Weitere Diskrepanzen sind hinsichtlich der Mitgliedschaft in wissenschaftlichen Gremien zu finden: Von den 17 L�ndern, die Daten zu diesem Punkt lieferten, berichteten nur zwei von einer weiblichen Beteiligung von �ber 40 Prozent in Gremien. In einem Land lag die weibliche Beteiligung bei 30 bis 39 Prozent, in f�nf L�ndern bei 20 bis 29 Prozent und in den restlichen L�ndern bei unter 20 Prozent. Positiv merkt der Bericht an, dass sich die Gehaltskluft zwischen den Geschlechtern im Laufe der Zeit etwas verringert hat (auf 15 Prozent). Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass diese Gesamtzahl f�r die EU gr�áere Unterschiede in einzelnen Mitgliedstaaten kaschiert. "She Figures 2006" und die Ergebnisse des Berichts "Women in Science and Technology - the Business Perspective" stehen im Mittelpunkt der Diskussionen auf einer von der �sterreichischen Ratspr�sidentschaft und der Kommission organisierten Konferenz mit dem Titel "Researching Women in Science and Technology", die am 15. und 16. Mai in Wien, �sterreich, stattfindet.

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