Skip to main content

Article Category

Nachrichten

Article available in the folowing languages:

Luft- und Raumfahrtindustrie setzt sich für Gemeinsame Technologieinitiative ein

Die europäische Luft- und Raumfahrtindustrie hat im Jahr 2005 etwa 12,6 Milliarden Euro für die Forschung ausgegeben und sich die Schaffung einer Gemeinsamen Technologieinitiative (JTI) unter dem Siebten Rahmenprogramm (RP7) entschlossen zum Ziel gesetzt. Die AeroSpace and D...

Die europäische Luft- und Raumfahrtindustrie hat im Jahr 2005 etwa 12,6 Milliarden Euro für die Forschung ausgegeben und sich die Schaffung einer Gemeinsamen Technologieinitiative (JTI) unter dem Siebten Rahmenprogramm (RP7) entschlossen zum Ziel gesetzt. Die AeroSpace and Defence Industries Association of Europe (ASD - Europäischer Verband der Luftfahrt-, Raumfahrt- und Verteidigungsindustrie) hat am 17. Mai ihre Jahreskonferenz abgehalten. Die europäische Luftfahrt-, Raumfahrt-, Sicherheits- und Verteidigungsindustrie ist groß und befindet sich in einem Wachstumsprozess. Im Jahr 2005 verzeichnete sie einen Umsatz von 113 Milliarden Euro und beschäftigte 614.000 Menschen - ein Anstieg um 13.000 Beschäftigte. "F&E [Forschung und Entwicklung] ist weiterhin ein wichtiger Motor in unserer Branche. Die Ausgaben dafür beliefen sich im Jahr 2005 auf 12,6 Milliarden Euro", sagte Tom Enders, Präsident der ASD. "Um wettbewerbsfähig zu bleiben und neue Produkte zu entwickeln, müssen F&T [Forschung und Technologie] jedoch verstärkt werden. Die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Branche ist weiterhin der zentrale Punkt für die Branche. Die ASD begrüßt die Unterstützung der EU-Behörden und ermuntert sie, auch in Zukunft umfangreiche Haushalte für den Sektor zur Verfügung zu stellen", sagte er. Die Mitglieder der ASD erklärten, sie seien sehr interessiert an Gemeinsamen Technologieinitiativen. Hierbei handelt es sich um neue Instrumente, die unter dem bevorstehenden Siebten Rahmenprogramm (RP7) eingeführt werden sollen. Die JTI werden fortgeschrittene Formen der derzeitigen Technologieplattformen sein. Auf einer kürzlich stattgefundenen Konferenz sagte der EU-Kommissar für Wissenschaft und Forschung, Janez Potocnik, die JTI könnten zur "Umsetzung eines bestimmten Teils oder der Gesamtheit einer europäischen Technologieplattform" dienen. Die Hauptziele der JTI sind: die Sicherstellung der kohärenten Umsetzung der europäischen Forschungsanstrengungen, die Konzentration der Anstrengungen auf Schlüsselprojekte, die zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit Europas beitragen, und die Investitionen in Forschung und Entwicklung in Richtung operationeller und vermarktbarer Lösungen zu lenken. Die Europäische Kommission stellte in einer Arbeitsunterlage sechs Bereiche heraus, in denen eine JTI angemessen sein könnte. Hierbei verwandte sie Kriterien wie strategische Bedeutung, Nachweis von Mehrwert für die EU, langfristige Verpflichtung der Industrie und die Angemessenheit oder Sonstiges der vorhandenen Gemeinschaftsinstrumente. "Luftfahrt und Luftverkehr" ist einer dieser Bereiche. Die ASD organisierte am 16. Mai einen Workshop zur Vorstellung der Arbeitsunterlage, bei dem Vertreter der Industrie die Schaffung einer JTI mit der Bezeichnung "Clean Sky" diskutierten. "Es liegt an den Führungskräften der betreffenden Industrien nachzuweisen, dass die strategischen Forschungsagenden, die entwickelt wurden, die ausführlichen Kriterien für eine Gemeinsame Technologieinitiative erfüllen und dass ihre Umsetzung zu konkreten Ergebnissen führen wird, die sich positiv auf die industrielle Wettbewerbsfähigkeit Europas auswirken werden", heißt es in dem Kommissionsdokument. Falls die JTI "Clean Sky" genehmigt wird, würde sie dem ASD-Generalsekretär François Gayet zufolge "viele Technologievalidierungsinstrumente bewerten, entwerfen, bauen und testen, die der Industrie das Vertrauen zur wesentlich früheren Einführung umweltfreundlicherer, innovativerer Produkte geben". Es nahmen fast 100 Vertreter der Industrie, von Forschungszentren und Hochschulen an dem Workshop teil. Die Gruppe der JTI "Clean Sky" umfasst derzeit ein Kernteam von neun Unternehmen: AgustaWestland, Airbus, Alenia Aeronautica, Dassault Aviation, Eurocopter, Liebherr Aerospace, Rolls Royce, Safran und Thales.