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Inhalt archiviert am 2023-03-02

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GFS warnt vor erhöhtem Waldbrandrisiko

Auch wenn in diesem Sommer bis jetzt im Vergleich zum Sommer 2005 weniger Hektar Wald dem Feuer zum Opfer gefallen sind, so ist das Risiko doch erheblich und geografisch ungewöhnlich weit verbreitet in Europa. Das sind die jüngsten Erkenntnisse des Europäischen Waldbrand-Infor...

Auch wenn in diesem Sommer bis jetzt im Vergleich zum Sommer 2005 weniger Hektar Wald dem Feuer zum Opfer gefallen sind, so ist das Risiko doch erheblich und geografisch ungewöhnlich weit verbreitet in Europa. Das sind die jüngsten Erkenntnisse des Europäischen Waldbrand-Informationssystems (European Forest Fire Information System - EFFIS) der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS). Der GFS zufolge waren bis zum 31. Juli in der EU 64 500 Hektar Wald verbrannt. Im nördlichen Europa war im Frühjahr und Anfang Sommer die Waldbrandgefahr ungewöhnlich hoch. Als Folge der Hitzwelle, die einen Großteil dieser Region erfasst hatte, und der darauf folgenden Trockenheit, kam es sogar in Ländern wie Norwegen und Irland zu Waldbränden - dort ein eher seltenes Phänomen. Brände wurden auch aus Litauen, Österreich, Schweden, der Tschechischen Republik und dem Vereinigten Königreich berichtet. Im Mittelmeerraum begannen die Brände sehr früh: Schon im Mai brachen in Süd- und Westfrankreich sowie in Südspanien große Brände aus. Im Juni ging die Gefahr etwas zurück, nahm aber im Juli wieder zu. Seit Anfang August ist die Anzahl der Brände und der verbrannten Gebiete, hauptsächlich in Galizien in Spanien sowie im Nachbarland Portugal, dramatisch angestiegen. Insgesamt ist in diesen Ländern die Gesamtfläche, die vom Feuer verwüstet wurde, von 13 591 auf 48 881 Hektar bzw. von 2 241 auf 88 472 Hektar gestiegen. Die Lage ist weit weniger kritisch als im Jahr 2005, als insgesamt 610 000 Hektar (zweimal die Größe von Luxemburg) abgebrannt sind, aber die GFS warnt, dass die Saison noch nicht vorüber ist. Die Daten über die von den Waldbränden betroffenen Gebiete werden von den EU-Mitgliedstaaten via Satellit empfangen und vom EFFIS gesammelt. Das System wurde von der Europäischen Kommission entwickelt, um das Waldbrandrisiko in Europa zu überwachen und den Mitgliedstaaten ein Frühwarnsystem sowie eine Schadensbewertung zur Verfügung stellen zu können.

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