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Inhalt archiviert am 2023-03-02

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Rechnerverbundtechnologie soll europäisches Krebsforschungsprojekt unterstützen

Das kürzlich gestartete Projekt CancerGrid führt Partner aus Industrie und Hochschule in der ersten groß angelegten Anwendung von Rechnergittertechnologie zur Erkundung und Entwicklung neuer Stoffe gegen Krebs zusammen. Das von der EU geförderte dreijährige, multidisziplinär...

Das kürzlich gestartete Projekt CancerGrid führt Partner aus Industrie und Hochschule in der ersten groß angelegten Anwendung von Rechnergittertechnologie zur Erkundung und Entwicklung neuer Stoffe gegen Krebs zusammen. Das von der EU geförderte dreijährige, multidisziplinäre Forschungsprogramm will neue Technologien in die biologische Forschung einführen, um die molekularen Datenbanken zu erweitern und die Wahrscheinlichkeit, mögliche Medikamente für die Tumorbehandlung zu entdecken, zu erhöhen. "Bei diesem innovativen Projekt werden Technologien auf der Basis von Rechnergittern eingesetzt, um automatisch chemische Datenbanken zu entwerfen, mit deren Hilfe potenzielle Krebstherapien entdeckt werden können", sagte Dr. Michael Guaciaro, Präsident und Geschäftsführer von AMRI, einem der Industriepartner des Projekts. Bei dem Projekt werden Ressourcen von Rechnergittern eingesetzt, die den Forschern Eintritt zu einem mächtigen Netzwerk miteinander verbundener Arbeitsplatzrechner ermöglichen, das große Datenmengen verarbeiten kann und Rechenzeiten verringert. Krebs betrifft Millionen Menschen und ist laut Weltgesundheitsorganisation für weltweit 13% aller Todesfälle verantwortlich. Im menschlichen Genom gibt es einen Teilsatz von schätzungsweise 3.000 Genen, die Proteine codieren. Dazu gehören auch neue Targets, die mit Krebs in Verbindung gebracht werden und mit medikamentenähnlichen Molekülen geregelt werden könnten. Die Projektpartner werden jetzt an der Entwicklung spezifischer Sammlungen chemischer Verbindungen ('fokussierte' chemische Datenbanken) arbeiten, die mit diesen Krebsproteinen interagieren. "Unser Ziel ist es Methoden zu entwickeln, mit denen chemische Datenbanken eingerichtet werden, die gegen neu entstehende Krebstargets wirkende Moleküle enthalten", erklärte Gyorgy Dorman, Leiter der Abteilung Forschung und Technologie bei AMRI. "Durch den Einsatz einer durch Rechnergitter unterstützten Technologie sollte sich die Wahrscheinlichkeit, neue gegen Krebs wirksame Ausgangsverbindungen zu finden, und die Umsetzung des Grundlagenwissens in Anwendungen vergrößern", fügte er hinzu. Das Projekt soll auch eine Technologie für den 'in silicio'-Entwurf von chemischen Datenbanken und Modellen entwickeln und validieren, mit der Toxizität und Targetmerkmale vorausgesagt werden können. Sobald sie vorliegen, werden diese Datenbanken theoretisch auf jedes Projekt zur Entdeckung von Medikamenten angewendet werden können.

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