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Inhalt archiviert am 2023-03-02

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Europäische Umwelt in Gefahr

Bereits jetzt hat der Klimawandel Auswirkungen auf die biologische Vielfalt in Europa, so Professor Jacqueline McGlade, geschäftsführende Direktorin der Europäischen Umweltagentur (EUA) am internationalen Tag der biologischen Vielfalt am 22. Mai. "Es ist bereits ein erschrec...

Bereits jetzt hat der Klimawandel Auswirkungen auf die biologische Vielfalt in Europa, so Professor Jacqueline McGlade, geschäftsführende Direktorin der Europäischen Umweltagentur (EUA) am internationalen Tag der biologischen Vielfalt am 22. Mai. "Es ist bereits ein erschreckender Wandel bei den Wachstumsperioden zu beobachten", so Professor McGlade.Glade. "Viele Arten breiten sich im Zuge der Temperaturanstiege immer mehr Richtung Norden aus." Zu den Regionen, die vom Klimawandel am meisten bedroht sind, gehören Gebirgsregionen, Küstengebiete, die Arktis und Teile des Mittelmeerraumes. Am selben Tag veröffentlichte die Europäische Kommission eine Studie, wonach jede sechste in Europa beheimatete Säugetierart vom Aussterben bedroht ist. Bei Meeressäugetieren ist die Lage besonders besorgniserregend, denn 22 Prozent stehen auf der Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten. Bei Vögeln sind es 13 Prozent. Laut Bericht sind europäische Säugetiere vor allem vom Verlust des Lebensraums, von Umweltverschmutzung und Übernutzung bedroht. Maritime Säugetiere sind besonders von Umweltverschmutzung betroffen und sterben zudem häufig, weil sie unwillentlich in Fischernetzen gefangen werden oder mit Schiffen zusammenstoßen. "Der Bericht betont vor allem, welch bedeutender Herausforderung sich die europäischen Regierungen gegenübersehen, wenn sie ihr Versprechen, den Verlust der biologischen Vielfalt bis zum Jahr 2010 einzudämmen, halten wollen", so der Europäische Umweltkommissar Stavros Dimas. "Wenn wir die europäischen Arten schützen wollen, dann ist es von höchster Dringlichkeit, dass wir die EU-Richtlinie zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume, die zum Schutze aller derzeit bedrohter Säugetiere beiträgt, umfassend umsetzen. Die EUA warnte allerdings, dass manche Naturschutzgebiete im Zuge des Klimawandels nicht mehr zum Schutz der Arten, zu deren Erhalt sie ursprünglich eingerichtet wurden, tauglich sind. Außerdem warnte die IPCC, angesichts des Klimawandels müssten die Länder einen dynamischeren Ansatz zur Erhaltung der biologischen Vielfalt finden. Um die biologische Vielfalt in Europa zu schützen, bedarf es wissenschaftlicher Daten, die einen Überblick über die gegenwärtige Lage der europäischen Arten ermöglichen. Zu diesem Zweck wird in einer Reihe von EU-geförderten Forschungsprojekten die biologische Vielfalt in Europa sowie die Faktoren, die sie beeinträchtigen, erforscht, etwa den Klimawandel. Eines dieser Projekte ist ALARM (Assessing Large Scale Risks for Biodiversity with Tested Methods), im Rahmen dessen die Forscher die Bedrohungen, denen die biologische Vielfalt ausgesetzt ist, erfassen, um dadurch sowohl die mittelbaren als auch die unmittelbaren Folgen menschlicher Aktivitäten auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Einer der Schwerpunkte der Forschungsarbeiten ist neben Umweltchemikalien und biologischer Invasion der Klimawandel. Bei dem Projekt ALTER-Net handelt es sich um ein Exzellenznetzwerk, das ins Leben gerufen wurde, um die Integration der europäischen Forschung auf dem Gebiet der biologischen Vielfalt vor allem in terrestrischen und Süßwasserökosystemen zu fördern. Somit trägt dieses Projekt dazu bei, den Verlust der biologischen Vielfalt bis 2010 einzudämmen. Das Projekt BRANCH (Biodiversity, Spatial Planning, Climate Change - Biologische Vielfalt, Raumplanung, Klimawandel) wiederum konzentriert sich darauf, wie Veränderungen in der Raumplanung und der Landnutzung die Fauna bei der Anpassung an den Klimawandel unterstützen können.