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Antikrebswirkung von Vitamin D in neuer Studie bestätigt

Vitamin D hat offenbar gegen Krebs wirkende Eigenschaften. Eine neue EU-finanzierte Studie erhöht den Wissensstand zu diesem Thema. Die Ergebnisse stützen die Notwendigkeit weiterer klinischer Studien, um das Potential der aktiven Form des Vitamin D3 zur Verhütung und Behandlu...

Vitamin D hat offenbar gegen Krebs wirkende Eigenschaften. Eine neue EU-finanzierte Studie erhöht den Wissensstand zu diesem Thema. Die Ergebnisse stützen die Notwendigkeit weiterer klinischer Studien, um das Potential der aktiven Form des Vitamin D3 zur Verhütung und Behandlung von Darmkrebs zu prüfen. Die Forschungsarbeit wurde im Journal of Clinical Investigation online veröffentlicht. Die EU förderte diese Arbeit innerhalb des NUCSYS-Projekts ("Systems biology of nuclear receptors: A nutrigenomics approach to aging-related diseases"), das im Maßnahmenbereich "Humanressourcen und Mobilität" des Sechsten Rahmenprogramms (RP6) finanziert wird, und des MICROENVIMET-Projekts ("Understanding and fighting metastasis by modulating the tumour microenvironment through interference with the protease network"), das im Themenbereich "Gesundheit" durch das Siebte Rahmenprogramm (RP7) finanziert wird. In Europa müssen jährlich über 400.000 Menschen die Diagnose Darmkrebs ertragen; Kolorektalkrebs ist die zweithäufigste Krebserkrankung bei Frauen und das dritthäufigste Krebsschicksal bei Männern. Auf sein Konto geht Jahr für Jahr der Tod von über 200.000 Menschen und somit ist dieser Krebs die zweitgrößte Ursache der durch Krebs verursachten Todesfälle bei Männern und Frauen. Eine Anzahl von Studien hat gezeigt, dass die aktive Form des Vitamin D3 weitreichende Antikrebseigenschaften haben könnte. Frühere Studien an menschlichen Darmkrebs-Zelllinien ergaben, dass der Aktivitätsgrad eines Gens mit der Bezeichnung CST5 durch die aktive Form des Vitamin D3 beeinflusst werden kann. CST5 ist für die Herstellung eines Proteins, des sogenannten Cystatin D, verantwortlich. Spanische Forscher nahmen in der nun vorliegenden neuesten Studie dieses Protein detaillierter unter die Lupe. Die Untersuchungen enthüllten bedeutende tumorunterdrückende Eigenschaften des Cystatin D und außerdem die Tatsache, dass dieses Protein der Mechanismus ist, mit dessen Hilfe Vitamin D3 Krebszellen beeinflusst. "Diese Ergebnisse tragen dazu bei, die durch Vitamin-D-Mangel in Tiermodellen verursachte höhere Anfälligkeit auf Darmkrebs und die Resultate der epidemiologischen und klinischen Studien zu erklären, die eine antitumorale Wirkung von Vitamin D bei Menschen aufzeigen", schreiben die Forscher. Erstens konnten die Forscher feststellen, dass die aktive Form des Vitamin D3 das CST5-Gen bei menschlichen Dickdarmkrebs-Zelllinien direkt aktiviert. Dadurch erhöhen sich die Werte des Cystatin-D-Proteins in den Zellen. Es stellte sich heraus, dass das Protein Cystatin D sowohl im Reagenzglas als auch bei Mäusen das Wachstum der menschlichen Dickdarmkrebs-Zelllinien blockiert. Nach einer künstlichen Reduzierung der Aktivität des CST5-Gens reagierten die Zellen allerdings nicht auf die Antikrebswirkung des Vitamin D. Die genauen Mechanismen, mit denen Cystatin D die Kontrolle über die Krebszellen übernimmt, bleiben allerdings vorerst unklar. Dennoch resümieren die Forscher: "Insgesamt betrachtet zeigen unsere Ergebnisse eine überraschende Aktivität des CST5 als Tumorsuppressor. Außerdem illustrieren unsere Resultate deutlich das, was wir für einen neu erkannten Mechanismus der Antikrebswirkung der meisten aktiven Vitamin-D-Metaboliten halten, und sie liefern eine Begründung für deren präventiven und therapeutischen Einsatz gegen Darmkrebs."

Länder

Spanien, Polen

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