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CAREN - ein Netzwerk zur Modernisierung des Internetzugangs an der alten Seidenstraße

Die Entwicklung eines leistungsfähigen und kostengünstigen, regionalen Forschungs- und Bildungsnetzwerks in Asien steht weit oben auf der Aufgabenliste der EU. In Brüssel möchte man, dass sich weniger entwickelte Länder mit der Außenwelt verbinden und Informationen mit Kollege...

Die Entwicklung eines leistungsfähigen und kostengünstigen, regionalen Forschungs- und Bildungsnetzwerks in Asien steht weit oben auf der Aufgabenliste der EU. In Brüssel möchte man, dass sich weniger entwickelte Länder mit der Außenwelt verbinden und Informationen mit Kollegen an anderen Orten einfacher austauschen können. Das CAREN- Projekt ("Central Asia research and education network") hat sich dieser Aufgabe angenommen und legt fruchtbare Ergebnisse vor. CAREN, das für den Zeitraum 2009 bis 2011 5 Mio. EUR an Fördermitteln vom Europe Aid Cooperation Office (AIDCO) erhalten hat, wurde im Januar dieses Jahres gestartet. Die zentralasiatischen nationalen Forschungs- und Bildungsnetze (NREN) unterstützen das Projekt noch zusätzlich mit finanziellen Mitteln. CAREN wird von der globalen Netzwerkorganisation DANTE (Delivery of Advanced Network Technology to Europe) verwaltet. DANTE koordiniert verschiedene Großprojekte, die teilweise von der EU finanziert werden. Rund eine Million Studenten und Forscher an mehr als 200 Universitäten und Forschungszentren entlang der alten Seidenstraße in Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan werden Zugang zu leistungsfähigen Internetverbindungen erhalten. Dadurch wird die lokale wie auch internationale Kommunikationslücke geschlossen und Regionalentwicklung sowie Kohäsion werden vorangetrieben. Dieses Vorhaben wird durch das europäische Netzwerk GÉANT ermöglicht. In Almaty, der ehemaligen Hauptstadt Kasachstans, fanden vor Kurzem zwei hochrangige CAREN-Tagungen statt, auf denen man sich mit dem Fortschritt des Netzwerks befasste: ein Treffen des Exekutivkomitees und das erste Treffen der Lenkungsgruppe. Die Lenkungsgruppe, die von der Europäischen Kommission geleitet wird, hob die Bedeutung des CAREN-Projekts für die Region und darüber hinaus hervor. "Das CAREN-Netzwerk ist ein einzigartiges Projekt, das die Forscher in der EU und Zentralasien besser miteinander verbinden wird", kommentierte Norbert Jousten, Leiter der Delegation der Europäischen Kommission. "Wir begrüßen diese Initiative und ihren Nutzen sehr." Die Partner sind der Ansicht, dass CAREN einen großen Beitrag zu laufenden und künftigen Projekten leisten wird, die zahlreiche Bereiche wie Telemedizin, Umweltbeobachtung, eLearning und Paläontologie abdecken. CAREN soll nächstes Jahr in Betrieb genommen werden. Die Partner bereiten derzeit ein Angebot für ein terrestrisches Breitbandnetz vor, das eine bessere Konnektivität über eine stabilere und kostengünstigere Infrastruktur bieten wird. Ihr Netzwerk wird die bestehenden Verbindungen zum satellitengestützten Virtual Silk Highway (auch als SILK-Projekt) der NATO (North Atlantic Treaty Organization) ersetzen, das Forschern in Zentralasien und dem südlichen Kaukasus Internetzugang bietet. Die Partner sagen, CAREN stütze sich auf Forschungsnetzwerkprogramme unter EU-Leitung, wie beispielsweise auf das Trans-Eurasia Information Network (TEIN), das mehr als 4.000 Einrichtungen mit über 30 Mio. Endnutzern in 10 Länder der asiatisch-pazifischen Region verbindet. Aufbauend auf dem Erfolg von TEIN bot die EU weitere Finanzhilfe, um die TEIN2- und TEIN3-Netzwerke auf den Weg zu bringen, mit denen mehr Länder Südasiens angeschlossen werden. "Die Forschungsgemeinschaft von heute muss wirklich global sein, wenn sie die Aufgaben lösen möchte, die die Menschheit beschäftigen", sagte Dai Davies, Geschäftsführer von DANTE. "Die Errichtung des CAREN-Netzes ist eine natürliche Entwicklung, um die weltweite Zusammenarbeit zu fördern. Wir begrüßen die Fähigkeiten und das Wissen, die die zentralasiatischen Forscher in die globale Forschungsgemeinschaft einbringen." Professor Askar Kutanov, regionaler Koordinator von CAREN, sagte: "Indem wir die Verbindungen der alten Seidenstraße zwischen Ost und West wieder herstellen, können wir aus der verstärkten Zusammenarbeit und der Möglichkeit, mit unseren Kollegen auf der ganzen Welt zu kooperieren, Nutzen ziehen."

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