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Besserer Entwurf für mehr Sparsamkeit

Innerhalb des vierjährigen Projekts SPEEDS ("Speculative and exploratory design in systems engineering") wurde eine neue Entwurfsmethodik, Prozess- und Werkzeug-Umgebung entwickelt, die der europäischen Industrie im Bereich der eingebetteten Systeme entscheidende Vorteile vers...

Innerhalb des vierjährigen Projekts SPEEDS ("Speculative and exploratory design in systems engineering") wurde eine neue Entwurfsmethodik, Prozess- und Werkzeug-Umgebung entwickelt, die der europäischen Industrie im Bereich der eingebetteten Systeme entscheidende Vorteile verschaffen werden. Das für modellbasierte, sicherheitskritische Systeme gestaltete Produkt verbessert nicht nur die Entwurfsqualität, sondern spart außerdem Zeit und Kosten. SPEEDS konnte auf mehr als 9 Mio. EUR Finanzmittel aus dem Themenbereich "Technologien für die Informationsgesellschaft" (IST) des Sechsten EU-Rahmenprogramms (RP6) zurückgreifen. Heutzutage funktioniert ein Großteil aller Mobiltelefone, Autos, Verkaufsautomaten, medizinischen Geräte, Kameras, Haushaltsgeräte sowie auch vieler anderer Produkte mit Hilfe eines eingebetteten Systems. Diese Computersysteme sind üblicherweise eine Kombination aus Hardware und Software - dazu entworfen, eine spezielle Funktion zu erfüllen. Dank des SPEEDS-Projekts werden sich nun jedoch Entwurfsaspekte und Erscheinungsbild sicherheitskritischer eingebetteter Systeme sowie die damit verbundene Arbeitsweise verändern und eine neue Generation von End-to-End-Methoden, Prozessen und unterstützenden Werkzeugen anregen. Wie SPEEDS-Koordinator Gert Döhmen von Airbus Deutschland sagte, hat das Projekt "die Grundlage für das europäische Industrieumfeld der eingebetteten Systeme geschaffen, um sich vom modellbasiertem Entwurf von Hard- und Softwaresystemen hin zu Entwurf und Konstruktion integrierter, komponentenbasierter vollständiger virtueller Systemmodelle zu entwickeln." SPEEDS-Entwurfsmethoden, Prozess- und Tool-Umgebung werden die Wiederverwendung ankurbeln, die Zeiten für Integrations- und Veränderungsarbeiten verkürzen sowie die Anzahl signifikanter Iterationzahlen des Entwurfs reduzieren. Insgesamt bedeutet dies geringere Entwicklungskosten und eine kürzere Entwicklungszeit für neue sicherheitskritische eingebettete Systeme. Die Methodik mit einem mehrschichtigen auftragsbasierten Entwurf und entsprechender Analyse gemäß dem Projekt formalisiert das Konzept der "Verträgen" innewohnenden "Annahmen" und "Versprechungen". Ein neuer gesteuerter spekulativer Entwurfsprozess (im Rahmen des Projekt-"Prozessberater-Toolsets" entwickelt) ermöglicht die Bewertung verschiedener Architekturen, birgt Platz für Entwürfe, die zum ersten Mal das Ziel erfüllen, und reduziert das Risiko gleichzeitiger Entwurfsaktivitäten. Döhmen zufolge verlief das Projekt in einer einzigartigen Zusammenarbeit zwischen zu eingebetteten Systemen arbeitenden Forschern, Entwicklern und Entwurfs-Tool-Anbietern, von deren Ergebnis er aufgrund der Verbindung von Entwurfskompetenz mit umfassenden technischen Erkenntnissen und theoretischen Grundlagen annimmt, "dass sie wesentlich zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit Europas im Entwurf von eingebetteten Systemen in wichtigen Industriesektoren" betragen wird. Das im April 2010 abgeschlossene Projekt wurde von in der gesamten Lieferkette aktiven Organisationen wie etwa Originalgeräteherstellern (Original Equipment Manufacturers, OEM), Zulieferern und Tool-Anbietern sowie führenden europäischen Forschungseinrichtungen vertreten. SPEEDS-Partner waren die deutschen Konzerne Airbus Deutschland, Daimler-Chrysler, Carmeq, Roberto Bosch, Extessy, und das Kuratorium OFFIS, das österreichische Magna Powertrain Engineering Center, die in Frankreich ansässigen Konzerne Airbus Frankreich, Esterel Technologies, GEENSYS sowie die Université Joseph Fourier - Verimag und das INRIA (Institut national de recherche en informatique et automatique), Knorr-Bremse Fekrendszerek Kft, Ungarn, SAAB AB, Schweden, Israel Aerospace Industries und IBM Israel, der italienische Konzern PARADES GEIE und die EADS (European Aeronautic Defence and Space Company).