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Magazin Research*eu

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Die wachsende Bedeutung der Konvergenz von Medieninhalten

Die Art und Weise, wie wir auf Medien zugreifen und sie konsumieren, hat sich in den letzten 15 Jahren rasant verändert. Die Unterschiede, die traditionelle Medien wie Fernsehen, Radio, Kino und Videospiele bisher klar voneinander trennten, sind mit dem Aufkommen von Technologien wie Smartphones, Apps, Web-Streaming und natürlich den sozialen Medien ineinander übergegangen. Inzwischen können Sie auf zwei der drei derzeit gängigsten Videospielkonsolen, Ihrem Smart-TV sowie Ihrem Laptop, Smartphone oder Tablet auf Netflix zugreifen. Sie können über die sozialen Medien mit Ihrem Lieblingsradiosender interagieren oder über eine App oder das Internet an Abstimmungen bei Ihrer bevorzugten TV-Talentshow teilnehmen.

Fernsehen war noch nie so aufregend …

Aus sozialer Sicht ermöglicht die Technologie den Medienkonsumenten nun eine schnelle und effektive Interaktion mit traditionellen Mediengestaltern, sei es durch wohlwollendes Lob oder vernichtende Kritik. Es wird auch für alle einfacher, ihre eigenen Medieninhalte bequem von zu Hause aus zu erstellen. In der Tat kann mit Nachdruck behauptet werden, dass die Trends, die die Konvergenz von Inhalten vorantreiben, auch die treibende Kraft hinter einem der wichtigsten popkulturellen Phänomene der 2010er Jahre waren – dem Aufstieg des „Influencers“ als neue Form der Berühmtheit und kulturellen Autorität. Die Konvergenz traditioneller Formate audiovisueller Medien und digitaler Plattformen hat in der traditionellen Medienbranche zu erheblichen Störungen geführt. Die wichtigsten nationalen Sender stehen in einem hart umkämpften Wettbewerb mit den Online-Streaming-Diensten, die die Aufmerksamkeit, die Zeit und die Brieftaschen der Zuschauer immer mehr in Anspruch nehmen. In letzter Zeit hat sich vor allem herauskristallisiert, dass Verbraucher nicht mehr nur auf einen Bildschirm (den Fernsehbildschirm) vertrauen, um Nachrichten- und Unterhaltungssendungen zu schauen. Stattdessen kann das Fernseherlebnis nun über zwei (oder mehr) Bildschirme genossen werden – den Fernseher, um die eigentliche Sendung zu verfolgen, das Smartphone, um sich in Echtzeit mit Freunden über sie auszutauschen, und vielleicht sogar ein drittes Gerät wie ein Tablet oder einen Computer, um mehr über die Themen oder Probleme zu erfahren, die dort angesprochen werden. Somit wird Zuschauern ein viel interaktiveres und fesselnderes Erlebnis geboten. Dieser soziale Aspekt der Medieneinbindung wird in den kommenden Jahren wahrscheinlich noch viel dominanter werden. Unser Special Feature in dieser Ausgabe des Research*eu Magazins widmet sich sieben EU-finanzierten Projekten mit dem Ziel, diese Chancen zu ergreifen sowie die positiven Auswirkungen der Konvergenz von Medieninhalten durch Innovation und neue technologische Lösungen zu nutzen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Entwicklung neuer Lösungen zur Bereitstellung traditioneller Medien für Verbraucher, die bisher keinen Zugang zu ihnen hatten, insbesondere für Menschen mit Behinderungen wie Hör- oder Sehverlust. Wir freuen uns auf Ihr Feedback. Schicken Sie uns Ihre Fragen und Vorschläge an: editorial@cordis.europa.eu

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