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VELLO BIKE+ Connected Multimodal Commuting for Greener Cities

Projektinformationen

ID Finanzhilfevereinbarung: 866687

  • Startdatum

    1 Juni 2019

  • Enddatum

    30 November 2019

Finanziert unter:

H2020-EU.3.

H2020-EU.2.3.

H2020-EU.2.1.

  • Gesamtbudget:

    € 71 429

  • EU-Beitrag

    € 50 000

Koordiniert durch:

VELLO GMBH

Deutsch DE

Freie Bahn für E-Bikes

Akkulaufzeit, Angst vor Diebstahl und hohes Gewicht des Fahrrads – all das sind Faktoren, die Menschen davon abbringen können, ein E-Bike zu kaufen. Ein Hersteller aus Österreich geht mit seinem leichten Fahrrad, das sich kompakt zusammenfalten lässt und seinen eigenen Akku während der Fahrt auflädt, auf diese Bedenken ein.

Verkehr und Mobilität
© VELLO BIKE

Das EU-Projekt VELLO CMC unterstützt das österreichische Start-up VELLO dabei, die Hindernisse auszuräumen, welche einem größeren Einsatz in europäischen Städten im Wege stehen. Dazu finanziert es eine Machbarkeitsstudie. Während seiner Laufzeit soll eine nachhaltigere Form der urbanen Mobilität populär gemacht werden. „Die Leute suchen nach einer Lösung für die individuelle Mobilität, die leicht ist, überallhin mitgenommen werden kann, sich leicht zusammenfalten lässt und keine Schadstoffe ausstößt“, erklärt Valerie Wolff, die Mitbegründerin von VELLO ist. Das VELLO Bike+ ist äußerst leicht und ab einem Gewicht von etwas weniger als 12 kg erhältlich. Es kann in zwei schnellen Schritten entfaltet werden. Dies ist dem von VELLO selbst entwickelten Faltsystem zu verdanken, das eine innovative magnetische Arretierung sowie einen vertikalen Faltmechanismus am Vorderrad beinhaltet und nun patentiert ist. Das bedeutet, dass ein Fahrrad aus seiner vollen Größe zügig auf viermal geringere Maße zusammengefaltet werden kann und sich anschließend in einem Zug oder bei der Arbeit unter dem Schreibtisch verstauen lässt, was es vor Diebstahl schützt. Zudem bietet es eine Lösung für das Problem, welches sich stellt, wenn man irgendwo festsitzt, weil der Akku leer ist.

Der Akku lädt sich selbst auf

In der Hinterradnabe eines VELLO Bike+ befinden sich ein Motor, ein Akku, Elektronik und Sensoren. Diese sind zu einer einzigen Einheit zusammengefasst, die nur etwa 3 kg wiegt. Das System verhält sich wie ein großer Dynamo, denn es wandelt freie kinetische Energie in elektrische Energie um und lädt den Akku beim Bergabfahren, Bremsen oder wenn in die Pedale getreten wird, auf. Ein Aufladen wird somit überflüssig und das Fahrrad erhält eine unbegrenzte Reichweite. Entwickelt wurde die Nabe vom italienischen Start-up Zehus mit Unterstützung durch das EU-finanzierte Projekt BITRIDE BIKE SHARING in den Jahren 2017 und 2018. VELLO hat die von der EU erhaltenen Fördermittel eingesetzt, um zu prüfen, wie der Markt auf eine europaweite kommerzielle Einführung reagieren würde. Außerdem konnten damit neue Geschäftsmodelle erkundet werden, die auch neuartige Konzepte für die gemeinschaftliche Nutzung von Fahrrädern beinhalten. Im September 2019 führte das Start-up vertiefende Studien mit großen und kleinen österreichischen Unternehmen durch, darunter Betreiber von Schienennetzen und Kreuzfahrtschiffen, Autohersteller, Hotels, Restaurants und Fahrradverleihe. Die Studie machte auf mögliche Probleme mit Vandalismus und hohen Betriebskosten aufmerksam. Schließlich stellte sich heraus, dass viel größere Produktionsvolumina realisiert werden müssten und eine externe Finanzierung nötig wäre, um Konzepte für die gemeinschaftliche Nutzung von Fahrrädern dieser Art zu wirtschaftlicher Tragfähigkeit zu führen. Demnach sind sie mit dem aktuellen Geschäftsmodell nicht kompatibel. „Wir bräuchten einen wirklich großen Investor und müssten ein riesiges Verkaufsvolumen generieren“, so Wolff. „Im Moment konzentrieren wir uns auf den Direktvertrieb sowie den Verkauf über unsere Fachhandelspartner.“

Vielversprechende Möglichkeiten

Die Durchführung der Studie brachte andere Vorteile für VELLO mit sich. Im November 2019 verabschiedete das österreichische Parlament ein Subventionsprogramm für das Leasing von Fahrrädern, das es Arbeitgebern ermöglicht, die Privilegien und Steuervorteile von Firmenwagen auch in dem Fall, dass eine Person ein Fahrrad für das Pendeln kaufen möchte, geltend zu machen. Die Marktakzeptanz hat seit der Einführung in Deutschland vor zwei Jahren rasch zugenommen und Wolff glaubt, dass die österreichische Version die Nachfrage nach dem VELLO Bike+ durch einen bedeutenden Nachlass auf den Einzelhandelspreis deutlich steigern könnte. „Als wir im Juni [2019] das Projekt ins Leben riefen, dachten wir nicht an Konzerne, aber der Zeitpunkt, auf den unsere Gespräche fielen, passte äußerst gut, denn als diese Maßnahme genehmigt wurde, hatten wir bereits gute Beziehungen zu diesen großen Unternehmen aufgebaut“, so Wolff. „Wir kennen sie also dank der Studie und sie wissen, welche Vorteile sich für die Beschäftigten ergeben.“

Schlüsselbegriffe

VELLO CMC, E-Bike, Aufladen, Akku, Faltsystem, urbane Mobilität, gemeinschaftliche Nutzung von Fahrrädern

Projektinformationen

ID Finanzhilfevereinbarung: 866687

  • Startdatum

    1 Juni 2019

  • Enddatum

    30 November 2019

Finanziert unter:

H2020-EU.3.

H2020-EU.2.3.

H2020-EU.2.1.

  • Gesamtbudget:

    € 71 429

  • EU-Beitrag

    € 50 000

Koordiniert durch:

VELLO GMBH