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Innovation und Neuorientierung sind der Schlüssel zur Bewältigung von COVID-19, so das Institut für Innovation der EU

Das Europäische Innovations- und Technologieinstitut (EIT) betonte bei seiner ersten virtuellen Pressekonferenz zu Europas Innovationsreaktion auf COVID-19, dass Innovatoren für die Schaffung schneller Lösungen zur Bekämpfung der Pandemie von entscheidender Bedeutung sind.

Gesundheit

Angesichts der beispiellosen, noch nicht absehbaren Auswirkungen der Gesundheitskrise durch das Coronavirus ist Europa mehr denn je auf Innovationen angewiesen. Dies war die zentrale Botschaft des EIT, das am 30. April eine virtuelle Pressekonferenz mit dem Schwerpunkt Gesundheitsinnovationen während der COVID-19-Pandemie veranstaltete. Martin Kern, der Direktor des EIT, sagte: „Die COVID-19-Pandemie hat beispiellose Beeinträchtigungen für unsere Gesellschaften mit sich gebracht, nicht nur aus gesundheitlicher sondern auch aus wirtschaftlicher Sicht.“ Er fügte hinzu: „Dies ist wirklich ein wahrhaft globales und historisches Ereignis, dem wir uns gerade gegenüber sehen, und es zwingt uns alle, unsere Lebens- und Arbeitsweise zu überdenken und zu ändern. Es ist ein sehr unwahrscheinliches Szenario, dass wir einfach wieder zu allem zurückkehren können, wie es im Dezember 2019 war. Die erforderlichen Veränderungen machen daher Innovation zum Schlüssel für die Lösung der gegenwärtigen Krise.“

Partnerschaften zugunsten von Wissen und Innovation

Kern erklärte, dass die gesamte EIT-Gemeinschaft im Rahmen der europäischen Reaktion mobilisiert wurde. Mit über 1 500 Partnern ist das EIT die größte Innovationsgemeinschaft Europas. Es unterstützt die Schaffung langfristiger Partnerschaften zwischen führenden Unternehmen, Forschungslaboren und Hochschuleinrichtungen. Er beleuchtete einige Aktivitäten der verschiedenen Wissens- und Innovationsgemeinschaften, Partnerschaften, die Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Universitäten zusammenbringen. EIT Health, eine dieser Gemeinschaften mit über 140 Partnern aus führenden Unternehmen, Forschungszentren und Universitäten in 15 EU-Ländern, ist ein wichtiger Motor bei der Unterstützung direkter Lösungen bezüglich COVID-19. „EIT Health hat sich dieser Herausforderung sofort gestellt und schnell innovative Lösungen entwickelt, um der Pandemie zu begegnen.“ Laut Kern forderte das EIT als erste Reaktion auf die Krise von allen Wissens- und Innovationsgemeinschaften eine sofortige Risikobewertung und Informationen darüber, wie ihre Aktivitäten beeinflusst werden könnten. Er beschrieb, dass durchschnittlich mindestens 30 % der Projekte erhebliche Veränderungen erfahren werden und dass „wir von der EIT-Seite aus für die Wissens- und Innovationsgemeinschaften Flexibilität bei der Neuausrichtung der Finanzierung ermöglichen können“, anstatt ihre Umsetzung zu stoppen oder Teile der Projekte zu verzögern oder aufzuschieben.

Innovation auf ganzer Linie

Jan-Philipp Beck, Geschäftsführer der EIT Health, verwies auf die 14 Soforthilfe-Projekte im Kampf gegen COVID-19. Er erklärte, wie „allen schnell klar wurde, dass mittel- und langfristig der Fokus auf Pandemien, auf deren Prävention und Zukunftsmanagement viel wichtiger sein werden, als vermutlich irgendjemand noch vor drei Monaten gedacht hätte.“ Laut Beck konzentrieren sich 2 der 14 Initiativen speziell auf persönliche Schutzausrüstung, mit dem Ziel, neue Maskendesigns und neue Materialien zur Verfügung zu stellen und die Produktion vor Ort zu unterstützen, mit der Möglichkeit zur Skalierbarkeit. François Berger, Direktor der Forschungsstelle U1205 BrainTech Lab des französischen Instituts für Gesundheit und medizinische Forschung, sprach darüber, wie ihre Innovationen im Gesundheitsbereich helfen können, das Coronavirus zu bekämpfen. Dr. Berger wird eines der 14 von EIT Health unterstützten Projekte leiten. Das Projekt zielt auf eine verbesserte Diagnostik und prognostische Untersuchungen bei einer COVID-19-Infektion ab. Teresa Chavarría Giménez, Generaldirektorin für Gesundheit und Ausbildung am Gesundheitsministerium in Madrid, hob die Bedeutung von Solidarität bei der Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie hervor und fügte hinzu, dass „Solidarität bedeutet, zusammenzuarbeiten, um einander zu helfen.“ Sie konzentrierte sich darauf, welchen Nutzen sie aus einer der EIT Health-Initiativen – EIT Health: Make Connections gezogen haben. Giménez fasste die Erfahrungen Spaniens bei der Bekämpfung von COVID-19 zusammen und verwies auf die Bedeutung von Innovation bei der Umstrukturierung des Gesundheitssystems. Wie Kern anmerkte, hat das EIT eine frühzeitige Freigabe von 100 Millionen Euro an Finanzmitteln für Innovatoren initiiert, die von der Coronavirus-Krise betroffen sind. Diese Freigabe – fast 3 Monate im Voraus – wird dazu beitragen, Unternehmen und Innovatoren, die von der EIT-Gemeinschaft unterstützt werden, Liquidität zu verschaffen, „was [ein] kurzfristiger Schlüssel für das Überleben vieler Projekte ist.“ Weitere Informationen: EIT Website

Schlüsselbegriffe

EIT, Innovation, COVID-19, Coronavirus-Pandemie, Gesundheit