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Wie man im Kampf gegen COVID-19 schnelle klinische Forschung durchführt

Im Kampf gegen COVID-19 liefert eine EU-finanzierte Initiative in Echtzeit Anhaltspunkte für das klinische Management von Patienten sowie für die Ergreifung von Maßnahmen zugunsten der Volksgesundheit.

Gesundheit

Inmitten der Anstrengungen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie haben einige europäische Länder mit der vorsichtigen Lockerung der Ausgangsbeschränkungen begonnen, während andere sich auf Schlimmeres vorbereiten. Wie andere laufende EU-finanzierte Forschungsprojekte, die ihre Arbeit zur Hilfe bei der Bekämpfung des Ausbruchs neu ausgerichtet haben, ergreift das Projekt PREPARE (Platform foR European Preparedness Against (Re-)emerging Epidemics) Maßnahmen gegen COVID-19, indem es schnell die Bereitschaft von Europa einschätzt und wesentliche klinische Forschung durchführt. Über ein Netzwerk aus Krankenhäusern und Einrichtungen zur medizinischen Grundversorgung in ganz Europa verwendet das Projekt eine koordinierte, einheitliche und gemeinschaftliche Vorgehensweise für klinische Forschung, um schwere Ausbrüche von Infektionskrankheiten wie COVID-19 zu bewältigen. Ein Artikel der Europäischen Kommission erklärt, wie das Projekt „dazu entwickelt wurde sicherzustellen, dass klinische Forschung eingeleitet wird, um die vielen Unsicherheiten zu untersuchen, die durch neue Krankheiten entstehen und das Potenzial haben, die Gesundheit und Sicherheit europäischer Bürger und Bürgerinnen zu bedrohen“. Im selben Artikel sagt Prof. Peter Horby vom Projektpartner Universität Oxford: „Im Angesicht einer neuen Infektionskrankheit wie COVID-19 werden medizinisches Personal sowie Gesundheitsbehörden mit vielen Unsicherheiten konfrontiert. Wir müssen wissen, wie sie sich verbreitet, wer zur Risikogruppe gehört, wie schwer die Krankheit ist und wie Patienten am besten diagnostiziert und behandelt werden.“ Klinische Forschung und Versuche sind ein wesentlicher Teil der Beantwortung dieser Fragen, aber sie verfehlen häufig die frühen Stadien einer Epidemie oder Pandemie, was bedeutet, dass die Chance zur Verbesserung der Krankheitsverläufe der Patienten verpasst wird. „PREPARE schließt diese Lücke, indem es klinische Forschung schnell in die Tat umsetzen kann in dem Versuch, Leben zu retten und medizinische Kenntnisse voranzutreiben“, wird im gleichen Artikel angemerkt.

Unterschiedliche Reaktionsmodi

PREPARE bietet vier verschiedene Modi klinischer Forschung: „Modus 0 tritt ein, wenn keine drohende Gefahr besteht und Forschung bezüglich allgemeiner Vorbereitungsmaßnahmen stattfinden kann. Modus 1 – ‚Vorbereitung‘ – wird aktiviert, wenn eine bestimmte Krankheit eine beschränkte Bedrohung für Europa darstellt. Modus 2 – ‚Mobilisierung‘ – kommt zum Einsatz, wenn eine potenzielle Gefahr für Europa besteht. Modus 3 – ‚Reaktion‘ – ist letztlich für eine unmittelbare Bedrohung vorbehalten.“ Im Januar ist PREPARE in den Ausbruchsreaktionsmodus 1 gegangen. „In dieser Phase hat das Projekt die Bereitschaft Europas eingeschätzt, indem es Wissens- und Ressourcenlücken erkannt und klinische Protokolle vorbereitet hat. Die Partner von PREPARE haben auch erste Protokolle für die Erkennung des Virus entwickelt und mit anderen Netzwerken zur klinischen Forschung zusammengearbeitet.“ Im Februar ist PREPARE in den Reaktionsmaßnahmenmodus 2 gewechselt und hat „an 270 der diagnostischen Labore in 42 europäischen Ländern Umfragen gesendet, um die Kapazitäten zur Erkennung des Virus einzuschätzen“, wie im gleichen Artikel angemerkt. Im März hat PREPARE die Reaktionsbemühungen zum Reaktionsmodus 3 der Ausbruchsforschung aufgewertet, „da eine nachhaltige Übertragung der Krankheit in der Bevölkerung Europas entdeckt worden ist.“ Im gleichen Artikel sagt Prof. Herman Goossens vom Projektkoordinator Universität Antwerpen, dass in einem Pandemieszenario die „Netzwerke [des Projektes] bereit sind, die notwendigen Studien und Versuche durchzuführen. Wir werden diese Versuche über RECOVER ausführen, einem neuen Projekt, das als Antwort auf die unmittelbare Bedrohung des weltweiten Ausbruchs des neuen Coronavirus von der Europäischen Union gefördert wird.“ RECOVER (Rapid European SARS-CoV-2 Emergency research Response) „sammelt zur weiteren Stärkung der europäischen und globalen Bereitschaft zur klinischen Forschung im Falle kommender Infektionskrankheiten Informationen zugunsten zukünftiger Reaktionsbemühungen der Forschung“, berichtet eine Pressemitteilung auf der Projektwebsite von PREPARE. Das Projekt PREPARE endet im Januar 2021. Weitere Informationen: PREPARE-Projektwebsite

Schlüsselbegriffe

PREPARE, RECOVER, Coronavirus, COVID-19, Pandemie, Ausbruch

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