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A circular fungi-based high-protein feed solution for aquaculture

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Pilzbasiertes Fischfutter taugt als menschliche Nahrung

Ein ursprünglich auf den Einsatz in der Aquakultur ausgerichtetes und neuartiges pilzbasiertes Protein von Mycorena gedeiht auf dem lukrativen Markt für alternative Proteine.

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Lebensmittel und natürliche Ressourcen

Der globale Appetit auf Fleisch wächst jährlich um 1,4 % und diese Nachfrage wird zum Teil durch ein rapides Wachstum der Aquakultur gedeckt. Das pilzbasierte Fischfutter von Mycorena bietet eine höhere Eiweißkonzentration als Fischfutter, das aus typischen Bestandteilen wie Fischmehl, Sojabohnen oder Hefe hergestellt wird, und es ist auch nachhaltiger. Das Unternehmen sucht jetzt jedoch nach einem direkteren Weg, um die Welt zu ernähren. „Wir ersetzen die Kultivierung durch Fermentierung“, sagt Paulo Teixeira, Promyc-Projektkoordinator und Produktleiter bei Mycorena. „Der vegane Markt ist gesättigt mit denselben Proteinquellen – Soja, Erbse –, die Probleme zeigen, was die richtige Textur, Aromen anbelangt. Es gibt auch Komplikationen in Verbindung mit der Nachhaltigkeit, was den Wasserverbrauch und den Flächenbedarf anbelangt.“ Die entscheidende Marktentwicklung von Promyc wurde durch EU-Finanzmittel unterstützt. „Dies half uns sehr, sie [die Mittel] kamen, als dieses Nebenprojekt zur Hauptrichtung wurde, und wir eine Menge Prototypentwicklung zu erledigen hatten“, merkt Teixeira an. „Das KMU-Instrument verhalf uns zu zahlreichen Validierungen, und was die Lebensmittelindustrie anbelangt, ist die Glaubwürdigkeit überaus wichtig.“

Mykoprotein

Mycorena nutzt proprietäre Fadenpilze, um ein veganes Protein zu erzeugen, das einen Bruchteil des ökologischen Fußabdrucks anderer Fleischalternativen hat. „Was das Mykoprotein anbelangt, gibt es einen Hauptakteur auf dem Markt, Quorn, der in diesem Bereich seit Langem tätig ist“, bemerkt Teixeira. „Unser Mykoprotein wird mit einer anderen Art hergestellt, die in der EU für Nahrungsmittel zugelassen ist, und wir richten unser Geschäft darauf aus, anderen Unternehmen bei der Herstellung ihrer eigenen Lebensmittel mit Promyc zu helfen. Wir möchten, dass Promyc nicht nur eine Marke für Lebensmittel ist, sondern ein Inhaltsstoff, der weltweit von vielen Menschen verwendet wird.“ Vegane Proteine werden üblicherweise zerquetscht und extrudiert, um Textur zu gewinnen, das Produkt von Mycorena hat dagegen natürliche Fasern und einen neutralen Geschmack. Dies macht das Produkt zu einer hilfreichen Grundlage für die Entwicklung neuer Lebensmittelerzeugnisse, die von Fleischalternativen bis zu veganem Fisch und Snacks reichen.

Futter oder Nahrungsmittel?

„Wir bekamen immer wieder zu hören: ,Warum macht ihr keine Nahrungsmittel?‘“, sagt Teixeira. „Wir hielten die Einhaltung der Vorschriften und den Markteintritt für zu schwierig. Doch tatsächlich gab es da draußen weitaus mehr Interesse und Akzeptanz, als wir ursprünglich dachten.“ Er sagt, der Verkauf des Produkts für den menschlichen Verzehr hätte es auch einfacher gemacht, die Premiumkosten eines neuartigen Produkts zu rechtfertigen, da viele Unternehmen aktiv nach dem nächsten großen veganen Protein suchten. Das Produkt von Mycorena hat zudem das Potenzial, als Teil einer Kreislaufwirtschaft produziert zu werden, in der nicht verzehrte Nahrungsmittel als Wachstumsmedium für die Pilze Verwendung finden. Das Unternehmen ist jetzt damit zugange, eine Industrieanlage zu bauen, um die Produktion nach oben zu skalieren und erste Versuche durchzuführen.

Schwedische Fleischklößchen

Das Unternehmen beabsichtigt, sich im B2B-Bereich zu positionieren, indem das Mykoprotein als Inhaltsstoff an andere Unternehmen verkauft wird, die es zur Herstellung von Enderzeugnissen verwenden. Doch da es sich um einen neuen Inhaltsstoff mit einer anderen Funktion handelt, sah sich das Unternehmen dazu gezwungen, mehrere Enderzeugnisse zu prototypisieren, um die Möglichkeiten des Mykoproteins zu demonstrieren. „Wir haben vor Kurzem ein Fleischklößchen-Analogon herausgebracht, damit wir den Menschen und der Kundschaft einfach das Potenzial unseres Produkts zeigen können“, erklärt Teixeira. „Es ist ein ziemlich vielseitiger Inhaltsstoff. Da es kein starkes Aroma hat, kann man es immer auf verschiedene Weise Produkten hinzugeben. Süß oder pikant, man kann es für fast alles als Inhaltsstoff verwenden.“

Schlüsselbegriffe

Promyc, Mycorena, Fungus, Pilz, Protein, alternativ, vegan, Nahrung, Fisch, Fleisch

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27 Juni 2022