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Ein intelligenter virtueller Assistent für Eltern

Ein EU-finanziertes innovatives Produkt erleichtert berufstätigen Eltern das Leben, indem es hilft, Arbeit und Kinderbetreuung in Einklang bringen. Die erste und einzige Lösung zur Kinderüberwachung, bei der künstliche Intelligenz zum Einsatz kommt, ist nun Wirklichkeit.

Digitale Wirtschaft
Gesellschaft

Das Jahr 2020 wird als das Jahr in die Geschichte eingehen, in dem es für berufstätige Eltern aufgrund der COVID-19-Pandemie noch schwieriger wurde, Arbeit und Kinderbetreuung unter einen Hut zu bringen. Ein intelligentes Babysitter-Überwachungssystem kommt hier rettend ins Spiel und möchte zum „kleinen Helfer der Eltern“ werden. Invidyo ist eine intelligente virtuelle Kinderbetreuung, die Überwachungs- und Dokumentationsdienste zum allgemeinen Wohlbefinden von Babys liefert. Darüber hinaus erfasst es automatisch wertvolle Momente, die man nicht verpassen möchte und gibt Eltern die Möglichkeit, die Ereignisse des Tages über intelligente Tageszusammenfassungen schnell zu überprüfen. Diese intelligente Kamera verwendet hochentwickelte Algorithmen für künstliche Intelligenz, um automatisch einen kurzen Clip mit den wichtigen Momenten des Tages zusammenzufassen. So können Eltern die in ihrer Abwesenheit stattgefundenen Ereignisse sehr schnell einsehen. Eine weitere Neuerung ist die Verwendung von Algorithmen zur Audioanalyse durch Invidyo, um zwischen unterschiedlichen Arten von lauten Geräuschen im Audiostream zu unterscheiden. Damit kann es die Momente erkennen, in denen das Baby weint, und mobile Benachrichtigungen an die Eltern senden. Darüber hinaus haben Eltern die Möglichkeit, ihre Babys zu beruhigen, indem sie Schlaflieder mittels einer Zwei-Wege-Audiofunktion direkt über die mobile App abspielen. Das Produkt nutzt außerdem die Gesichtserkennungstechnologie auf zwei Arten: Es stellt sicher, dass die Eltern sofort benachrichtigt werden, wenn eine unbekannte Person in der Nähe des Babys entdeckt wird. Darüber hinaus erkennt es mithilfe der Technologie zur Emotionsanalyse die Gesichtsausdrücke des Babys, etwa ein Lächeln, sodass die Eltern eine Benachrichtigung erhalten, wenn das Baby glücklich ist. Zu guter Letzt wird durch die Verwendung von Temperatursensoren sichergestellt, dass die Umgebung des Babys gesund ist, und die Eltern werden benachrichtigt, wenn die Sensorwerte außerhalb des zulässigen Bereichs liegen.

Finanzierung trägt zur Design- und Leistungsoptimierung bei

Die Projektfinanzierung ermöglichte es dem Unternehmen, die mobilen Apps neu zu konzipieren und benutzerfreundlicher und intuitiver zu gestalten. Außerdem wurden die serverseitige Skalierbarkeit und die Wirksamkeit des intelligenten Algorithmus sowie das industrielle Design des Endprodukts verbessert, wodurch die Montage am Kinderbett vereinfacht wurde. „Wir haben mehrere Designentwürfe durchgeführt und Betatestgruppen eingesetzt, um sicherzustellen, dass unser Design die Anforderungen der Eltern erfüllt. Mit jedem Designentwurf haben wir die Montagestruktur verbessert und glauben, dass das Endprodukt eines der besten auf dem Markt ist“, sagt Ozgur Deniz Onur, Projektkoordinator und Gründungspartner der Firma Mobilus.

Überwindung von Innovationshürden

Die größte Herausforderung für das Unternehmen bestand darin, die tatsächlichen Bedürfnisse berufstätiger Eltern zu verstehen und einen wirklich positiven Einfluss auf deren Leben auszuüben. Onur erklärt, dass die meisten neuen innovativen Elternprodukte sich eher wie ein Haufen cooler technologischer Features anfühlen und nicht wie wichtige Instrumente, die Eltern bei ihren täglichen Herausforderungen unterstützen und ihnen dabei helfen, gesunde und glückliche Kinder großzuziehen. „Wir haben mit mehreren hundert Eltern gesprochen, um deren Bedürfnisse zu verstehen, und haben uns auch an Agenturen gewandt, die Arbeitskräfte für die Kinderbetreuung vermitteln, um mehr über die wichtigsten Erwartungen von Eltern an professionelle Kinderbetreuer zu erfahren. Natürlich war es auch sehr hilfreich, dass die meisten am Projekt Beteiligten und Führungskräfte auch Eltern kleiner Kindern waren. Letzten Endes ist Invidyo entstanden und entwickelt sich auch weiter zu einem Instrument, mit dem Eltern das Wohlbefinden ihrer Kinder überwachen und verbessern können.“ Das Produkt wird in Kürze auf dem europäischen Markt erhältlich sein, zunächst in Deutschland, Spanien, Frankreich und Italien, um möglichst viel Kundschaft zu erreichen. Während Mobilus weiterhin neue und intelligentere Funktionen entwickelt und hinzufügt, arbeitet das Unternehmen außerdem an einem neuen Produkt für die Altenpflege, da die in diesem Bereich erforderliche Technologie ähnlich ist und eine wachsende Nachfrage nach aktualisierten Instrumenten für die Pflege von älteren Menschen besteht.

Schlüsselbegriffe

Invidyo, Eltern, Überwachung, Kinderbetreuung, Algorithmen, Technologie, künstliche Intelligenz

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