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PROSumers for the Energy Union: mainstreaming active participation of citizens in the energy transition

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Normalverbraucherinnen und -verbraucher befähigen, eine zentrale Rolle in Europas Umstieg auf saubere Energie zu spielen

Die steigende Anzahl europäischer Prosumenten – Menschen, die ihre eigene erneuerbare Energie erzeugen und verbrauchen – stellt eine Herausforderung für die aktuellen Energiemarktstrukturen und -institutionen dar. Eine EU-Initiative hilft, Prosumenten sowie Bürgerinnen und Bürger ins Zentrum der Energiewende Europas zu stellen.

Klimawandel und Umwelt
Gesellschaft
Energie

Der Wandel zu einer CO2-armen Zukunft auf der Grundlage erneuerbarer Energiequellen führt zu einer neuen Rolle der Bevölkerung. Aus Menschen, die passiv Energie verbrauchen werden aktive energieproduzierende Bürgerinnen und Bürger bzw. Prosumenten. „Die Energiewende ist nicht nur eine Chance für ein nachhaltigeres und CO2-armes/Netto-Null-Energiesystem, sondern auch für eines, das demokratischer und inklusiver ist“, so Inês Campos, Koordinatorin des EU-finanzierten Projekts PROSEU. „Prosumenten stehen im Mittelpunkt dieses Konzepts.“ Das übergeordnete Ziel ist die Bestimmung der Anreizstrukturen, die Prosumerismus erneuerbarer Energiequellen beliebt machen. In Zuge dessen will PROSEU eine Beteiligung der Bevölkerung, Inklusion und Transparenz der Energieunion gewährleisten– einer Strategie der Europäischen Kommission, die auf erreichbare, günstige, sichere, wettbewerbsfähige und nachhaltige Energie für alle Europäerinnen und Europäer abzielt. Das Projekt will der Energieunion beim Erreichen des Ziels helfen, Bürgerinnen und Bürger dazu zu befähigen, als Prosumenten mit dem Energiemarkt zu interagieren.

Herausfinden, was Prosumenteninitiativen fördert oder hindert

Das Team von PROSEU begann mit der Dokumentation und Analyse der derzeitigen Initiativen für Prosumenten erneuerbarer Energiequellen in Europa. Eine Untersuchung von insgesamt 198 Prosumenteninitiativen in neun EU-Ländern führte zu einem Bericht über den derzeitigen Stand der Prosumentengemeinschaften wie Energiegemeinden und -genossenschaften. Dieser beschreibt die Demografie, den Technologieeinsatz, die Organisation, Finanzierung, Motivation und die wahrgenommenen Faktoren, die gemeinschaftliche Prosumenten aufhalten und fördern. Der Bericht zeigt verschiedene interne und externe Hürden für die erfolgreiche Popularisierung des Prosumerismus erneuerbarer Energiequellen auf. Ein Leitfaden bietet Empfehlung für die Übertragung von EU-Richtlinien in die nationale Gesetzgebung. Ein Kurzdossier bietet Personen in der Entscheidungsfindung, Gesetzgebung und Verwaltung Empfehlungen zur Implementierung von Rechten, auf deren Grundlage sich Prosumenten und Energiegemeinden an der Einführung der Energieunion beteiligen können. Projektpartner ermittelten und analysierten die für Prosumenteninitiativen für erneuerbare Energiequellen relevanten rechtlichen Rahmenbedingungen und politischen Instrumente in den neun teilnehmenden Ländern. Auf dieser Grundlage wurde ein ausführlicher Bericht erstellt, der die zentralen Herausforderungen und Chancen dieser Rahmenbedingungen für gemeinschaftliche Prosumenten erneuerbarer Energiequellen darlegt. Die Ergebnisse zeigen, dass der derzeitige rechtliche Rahmen auf EU-Ebene eine klare Chance für gemeinschaftliche Prosumenten darstellt. Der Bericht bietet einen Startpunkt für politische Konsequenzen zur Verbesserung der rechtlichen Rahmenbedingungen, die gemeinschaftliche Prosumenten erneuerbarer Energien in ganz Europa betreffen. Die Forschenden haben auch neue Geschäftsmodelle ergründet, die Prosumenten in Europa aufgrund der partizipativen Beteiligung verschiedener Interessengruppen in den neun Ländern durchsetzen. Dies führte zu einem Bericht, der die verschiedenen Geschäftsmodelle analysiert, die in der Erzeugung erneuerbarer Energien umgesetzt werden. Er erklärt, warum Gemeinschaften erneuerbarer Energiequellen und bürgerliche Energiegemeinden notwendig sind, welche Werte diesen in der Energiewende wichtig sind und wie sie durch die Energiepolitik und Richtlinien der EU-Länder unterstützt werden können. Das Konsortium arbeitet derzeit an einem Plan zur Popularisierung des Prosumerismus bis 2030 und 2050. Es trägt Forschungsarbeiten und Analysen der soziokulturellen, rechtlichen, wirtschaftlichen und technischen Anreizstrukturen für Prosumenten und von der partizipativen Beteiligung der etwa 160 Interessengruppen mit Fachwissen zusammen.

Aufdecken des Potenzials von Prosumerismus

„PROSEU findet heraus, wer die Prosumenten sind und wie sie arbeiten. Dieses Wissen wird sich als essenziell herausstellen, da die Energiewende zu großen Teilen von der weitreichenden Teilnahme der Bevölkerung profitieren kann“, so Campos abschließend. „Prosumenten werden gerade erst als zentrale Akteure in dieser Wende entdeckt, also helfen wir ihnen beim nächsten Schritt, eine zentrale Rolle in neuen Energiesystemen einzunehmen.“

Schlüsselbegriffe

PROSEU, Energie, Prosumenten, Prosumerismus, gemeinschaftliche Prosumenten, Energieunion, erneuerbare Energiequellen

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