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Erhöhung der Effizienz in intelligenten Fabriken

Europäische KMU müssen Fortschritte der Industrie 4.0 übernehmen. Ein neues Rahmenwerk wird die nahtlose Integration von Robotertechnik unterstützen.

Industrielle Technologien

Die vierte industrielle Revolution ist bereits im Gange. Europäische Unternehmen nehmen die Fortschritte vermehrt an und integrieren Robotertechnik und andere intelligente Technologien zunehmend in ihre Arbeitsabläufe. Für Großunternehmen mag das unkompliziert sein, KMU sind jedoch mit einer Reihe von Herausforderungen konfrontiert. Diese umfassen unter anderen den Mangel an Fachwissen, hochqualifizierten Arbeitskräften und Ressourcen, die für die Transformation des gesamten Unternehmens in einem Schritt benötigt werden. Da die Vorteile der Fortschritte nicht immer auf den ersten Blick erkennbar sind, stehen manche Unternehmen der Veränderung noch immer etwas zögerlich gegenüber. Selbst in den Unternehmen, die für den Produktionsprozess bereits Robotertechnik einsetzen, werden die Roboter noch nicht effizient genutzt. Aufgrund von Sicherheitsvorschriften arbeiten Roboter auch weiterhin von Menschen getrennt. Kollaborative Roboter, die für die gemeinsame Arbeit mit Menschen entwickelt werden, lösen die Sicherheitsprobleme häufig nicht, wenn die der Zusammenarbeit zugrunde liegende Technologie nicht unbedenklich ist. Menschen und Robotern werden außerdem spezifische Aufgaben übertragen, und es ist schwierig, diese kurzfristig zu verändern, wie es im Produktionsprozess häufig notwendig ist. „Digitalisierung umfasst viel mehr als das Kaufen und Einrichten eines Industrieroboters“, sagt Anastasia Garbi, Leiterin der Abteilung Forschung und Entwicklung bei European Dynamics. HORSE ist ein EU-finanziertes Projekt mit dem Ziel, durch das Anbieten neuer flexibler und vielseitiger Produktionslinien Fortschritte für die Fertigungsindustrie zu ermöglichen. Das Projekt bietet ein neues Modell für intelligente Fabriken, das die Zusammenarbeit von Menschen, Robotern, automatisch gesteuerten Fahrzeugen und Maschinen beinhaltet. Das HORSE-System wurde in zehn Pilotversuchen in unterschiedlichen Produktionsbetrieben in sieben europäischen Ländern erprobt. Innerhalb von neun Monaten seien in sieben der Pilotanlagen, der sogenannten zweiten Welle, das Rahmenwerk und die Komponenten übernommen und mit neuartigen und anspruchsvollen Ansätzen eingesetzt worden, fügt Projektkoordinatorin Garbi an. „Alle konnten wichtige Automatisierungslösungen für die Robotertechnik in schwierigen Einsatzbereichen demonstrieren, für die es vor HORSE keine Lösung gegeben hatte. Sie zeigten den Wert unserer Instrumente und Konzepte, und wir konnten die Prototypinstrumente mit zusätzlichen Komponenten erweitern“, erklärt Garbi.

Rahmenwerk für die Zukunft

Das HORSE-System ist ein Rahmenwerk für die Unterstützung der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter. Die Arbeit von Menschen, Robotern und Maschinen wird über eine einzigartige Benutzungsoberfläche, auf die über Computer oder Tablets zugegriffen wird, aufeinander abgestimmt. Die Betriebsleitung kann die Produktionsprozesse jederzeit überwachen. „Der Rest der Systeme ist für den Menschen nicht sichtbar. Sie unterstützen und optimieren die Robotikaufgaben“, fügt Garbi hinzu. Es wurde ein HORSE-Prototypsystem gebaut, das den vollständigen Funktionsumfang zeigt und für individuelle Anforderungen von Fabriken eingesetzt und konfiguriert werden kann. HORSE kann entweder lokal oder in der Cloud installiert werden. Ausgewählte Komponenten des Systems können heruntergeladen und nach Bedarf verwendet werden. So kann jede Fabrik flexibel agieren. Einige der möglichen Technologien, die HORSE einsetzen, sind: die erweiterte Realität zur Qualitätskontrolle und Produktmontage; die Sichtkontrolle unter Anwendung künstlicher Intelligenz und eine intelligente Objektsuche.

Drehscheiben für digitale Innovation

Des Weiteren ebnete das Projekt den Weg für die Erstellung von Drehscheiben für digitale Innovation und richtete fünf dieser Drehscheiben ein: zwei in Deutschland und jeweils eine in Frankreich, den Niederlanden und Slowenien. Dabei handelt es sich um regionale Drehscheiben, die Raum für Konsultationen, Schulungen, Demonstrationen und Versuche bieten. Die Idee besteht darin, europäische KMU für die Industrie 4.0 zu gewinnen und sie in der globalen Geschäftslandschaft wettbewerbsfähig zu halten. „Die Drehscheiben verbinden regionale am politischen Entscheidungsprozess beteiligte Stellen, Technologieanbieter und die Fertigungsindustrie miteinander, die Möglichkeiten für die Einführung fortschrittlicher Technologien suchen“, so Garbi abschließend.

Schlüsselbegriffe

HORSE, intelligente, Fabrik, Rahmenwerk, Technologie, erweiterte, Realität, Überwachung

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